Trittin zieht gemischte Bilanz des Afghanistan-Einsatzes

Jürgen Trittin, über dts
Angesichts des absehbaren Endes der US-Truppenpräsenz in Afghanistan hat der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin eine gemischte Bilanz des internationalen Militäreinsatzes am Hindukusch gezogen.

„Es ist nicht gelungen, tragfähige staatliche Strukturen aufzubauen“, sagte Trittin der „Saarbrücker Zeitung“. Und es sei nicht gelungen, dass das Land ohne die Taliban regiert werde.

Abgewendet sei allerdings die terroristische Bedrohung gegenüber dem Westen. „Denn die Taliban haben mittlerweile begriffen, dass sie ihre eigene Herrschaft gefährden, wenn sie sich mit den USA und Europa anlegen“, so Trittin. Von der Bundesregierung forderte er, den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan „so schnell wie möglich“ in die Wege zu leiten. „Wenn die Amerikaner im Mai mit ihrem Abzug beginnen, kann die Bundeswehr nicht bis September warten.“

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