Klimarisiken im Finanzsystem beunruhigen EU

Die EU-Finanzminister sorgen sich um Risiken des Klimawandels für das Finanzsystem.

„Die systematische Unterbewertung klimabezogener Risiken auf den Kapitalmärkten kann direkte Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Ergebnisse und die Finanzstabilität haben“, heißt es in einem internen Diskussionspapier, aus dem das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) zitiert. Darüber wollen die Minister am Freitag beraten.

Es sei „unerlässlich, dass Zentralbanken, Regulierungs- und Aufsichtsbehörden die Analyse klimabezogener Risiken in die Überwachung der Finanzstabilität integrieren“, heißt es darin. Neben der zunehmenden „Häufigkeit und Intensität von Katastrophen“, die etwa zu einer erhöhten Belastung von Versicherern führten, müssten auch „Übergangsrisiken“ durch strengere Umweltvorschriften beachtet werden, fordert das von der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft erstellte Dokument. Das EU-Papier weist zudem darauf hin, dass Investitionsentscheidungen, die auf einer falschen Gewichtung von Klimarisiken beruhen, auch die grüne Transformation der Wirtschaft erschweren: „Wenn diese Risiken systematisch unterbewertet werden, ist es weniger wahrscheinlich, dass die Investoren ihr Kapital von Projekten mit hohen Klimarisiken in umweltfreundlichere Investitionen mit geringeren Risiken umschichten.“





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