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Bundesbankchef Joachim Nagel hält eine erste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni nach Lage der Dinge für „plausibel“ – bleibt aber was weitere Zinssenkungen angeht skeptisch.

Gegenüber dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) und anderen europäischen Zeitungen trat er dem Eindruck entgegen, dass der weitere Kurs der Zinswende abgesteckt wäre und zwingend weitere Zinssenkungen folgen: „Wir sind nicht auf Autopilot“, sagte er, und: „Wir sollten die Zinsen nicht vorschnell senken und das Erreichte gefährden.“

Nagel stellt auf ein gewisses Auf und Ab bei der Inflation ein, sieht die EZB aber insgesamt auf Kurs zum Inflationsziel.

Mit einem Aufruf zum Europatag am 9. Mai hat sich ein breites Bündnis aus Banken, Sparkassen und Finanzinstitutionen gegen einen Rechtsruck in der Gesellschaft gewandt.

„Ein demokratisches, freiheitliches und tolerantes Europa ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben“, heißt es in dem Appell, der an diesem Donnerstag im Rahmen des Europa-Fests in Frankfurt am Main unterzeichnet werden soll und über den der „Spiegel“ berichtet.

Die Bundesbank dämpft die Erwartung an eine schnelle Rückkehr zu einer niedrigen Inflationsrate und damit auch zu niedrigen Zinsen in der Eurozone.

Er sei von einem solchen Szenario aus mehreren Gründen „nicht überzeugt“, sagte Bundesbank-Chef Joachim Nagel auf einer Konferenz am Dienstag.

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Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im April auf 89,4 Punkte gestiegen, nach korrigierten 87,9 Punkten im März, wie das Ifo-Institut am Mittwoch mitteilte.

Vor dem Hintergrund eines von der Finanzaufsicht Bafin verhängtem Bußgeld von 1,45 Millionen Euro betrachtet Commerzbank-Chef Manfred Knof die festgestellten Unregelmäßigkeiten bei der Geldwäsche-Prävention als erledigt.

„Wir haben die Prozesse angepasst und für uns ist das Thema damit auch erledigt“, sagte Knof den Sendern RTL und ntv.