Polizei fordert Maßnahmen gegen Sprengung von Geldautomaten

Seit Jahresbeginn hat die Polizei bundesweit bereits mehr als 40 Sprengungen von Geldautomaten registriert.

Der bisherige Höchststand lag bei 414 Sprengungen und 17 Millionen Euro Beute im Jahr 2020. Für 2021 liegen noch keinen abschließenden Zahlen vor.

„Das darf so nicht weitergehen“, sagte der Osnabrücker Polizeipräsident Michael Maßmann unter Verweis auf die Schäden dem „Spiegel“. In den Geldkassetten befänden sich zu hohe, oft sechsstellige Geldbeträge. Farbbomben, die das Geld bei einem Diebstahl markieren könnten, seien zu selten verbaut. „Wenn es nicht auf freiwilliger Basis geht, dann muss die Politik verpflichtende Sicherheitsstandards wie etwa einbruchsichere Automatenräume bestimmen“, sagt Maßmann, der eine Ermittlungsgruppe zur Verfolgung der Automatenknacker eingerichtet hat. Den „klassischen Banküberfall“ gebe es hingegen kaum noch, weil dabei nur selten hohe Bargeldsummen erbeutet werden könnten, erklärt der Polizeichef. Nach Erkenntnissen der Ermittler kommen zwei Drittel der Tatverdächtigen bei Automatensprengungen aus den Niederlanden. Sie sind demnach bandenmäßig organisiert und arbeiten häufig mit professionellen Sprengstoffen. Die Sprengungen dauern jeweils nur wenige Minuten, bevor die Täter fliehen, zumeist nachts mit schnellen Autos.

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