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Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, über dts

Haug bekräftigte die Forderung der Akademie nach „klaren, bundesweit einheitlichen, verständlichen Regeln“ zum Schutz vor Covid-19. Bisher habe „die föderale Vielstimmigkeit das verhindert, damit wurden Weichen falsch gestellt“, sagte er. So habe Deutschland im Herbst „den Zeitvorsprung, den wir damals noch gegenüber unseren europäischen Nachbarn hatten, verloren“.

Der Leopoldina-Präsident zeigte sich überzeugt: „Mit klaren Regeln hätten wir die zweite Welle zwar nicht vermeiden, aber auf jeden Fall flacher halten können.“ Auch der Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Andreas Barner, plädiert dezidiert gegen Lockerungen: „In Anbetracht der Unsicherheit des Verbreitungsgrades der Mutanten und der hohen Gesamtinfektiosität, die derzeit noch bei über 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt, befürworte ich eine Verlängerung des Lockdowns“, sagte er dem „Handelsblatt“. Leopoldina-Präsident Haug fordert zudem eine Weiterentwicklung der Corona-App. Sie wäre deutlich hilfreicher bei der Bekämpfung der Pandemie, wenn man „das Contact Tracing für Zusammenkünfte erweitern würde, zum Beispiel in Restaurants oder Geschäften, durch ein unkompliziertes Einchecken per QR-Code“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Zudem wäre es hilfreich, „die Uhrzeit des Risikokontakts für den Nutzer verfügbar zu machen“. Auch sollten positive Corona-Tests konsequent und unmittelbar über die App registriert und so nutzbar gemacht werden, empfahl Haug.



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