Ärztekammer und DKG dringen auf Kurswechsel in Krankenhauspolitik

Bundesärztekammer und Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) drängen die "Ampel" zu einem Kurswechsel in der Krankenhauspolitik.

Das geht aus einem gemeinsamen Schreiben von Ärztepräsident Klaus Reinhardt und DKG-Chef Gerald Gaß an die Gesundheits-Verhandlungsgruppe hervor, über das das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben) berichtet. Darin heißt es, die bisher fast ausschließlich leistungsbezogene Finanzierung der Krankenhäuser müsse dringend reformiert werden, um die Versorgung in der Fläche und Spitzenmedizin in spezialisierten Zentren zu gewährleisten.

Auch für zukünftige Pandemiesituationen müsse es ausreichende medizinische Versorgungskapazitäten geben. „Die eklatante Unterfinanzierung bei der Investitionsförderung hat zu einem erheblichen Modernisierungsstau geführt und die knappen Personalbesetzungen bei Ärzten und Pflegekräften wesentlich mitverursacht“, beklagen Reinhardt und Gaß. Die Gesundheitspolitiker von SPD, Grünen und FDP wollen am Donnerstag ihre Gespräche beginnen. Reinhardt und Gaß forderten in ihren Schreiben ein abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern bei einer Krankenhausreform. Dazu sei noch 2022 ein Klinikgipfel mit allen Akteuren nötig. Beide beklagen darüber hinaus zu viele bürokratische Vorgaben und Regulierungen im Krankenhausbereich. „Aus Befragungen wissen wir, dass dies auch eine Ursache für wenig attraktive Arbeitsbedingungen und den daraus resultierenden Fachkräftemangel ist“, so die beiden Verbandschefs.





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