VdK fordert „Energiebasispreis“ und Einrichtung von Härtefallfonds

Der Sozialverband VdK hat schnelle Entlastungen bei den Energiekosten in Form eines Basispreises verlangt und Bund sowie Länder zur schnellen Einigung aufgefordert.

„Die kalte Jahreszeit ist da, und immer mehr Menschen fürchten sich vor den hohen Gasabschlägen und Energierechnungen in ihren Briefkästen, weil das Geld nicht mehr reicht“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Deshalb fordert der VdK ein bezahlbares Basiskontingent an Gas und Strom für alle Haushalte“, betonte sie und mahnte: „Bund und Länder müssen jetzt handeln. Es darf keine Frage der Finanzierung sein, ob bedürftige Menschen die Hilfe erhalten, die sie so dringend brauchen.“

Bentele hält die Wohngeldreform nicht für ausreichend und forderte die Einrichtung von Länder-Härtefallfonds: „Jedes Bundesland muss einen Härtefallfonds einrichten, um Bedürftige schnell und unbürokratisch zu unterstützen“, sagte sie. „Die Ausweitung des Wohngeldes ist richtig, aber in der Krise nicht genug: Einerseits kann es lang dauern, bis die hohe Zahl von Anträgen, die wir erwarten, bearbeitet ist. Andererseits fallen zu viele Menschen durch das Raster und bleiben komplett auf ihren Energiekosten sitzen.“

Die VdK-Präsidenten schlug zur Finanzierung der Entlastungsmaßnahmen eine „faire Vermögenssteuer“ und die „Besteuerung von großen Krisengewinnen“ vor. Das würde viel Geld in die öffentlichen Kassen bringen, ergänzte Bentele. „Damit kann die Politik Maßnahmen auf den Weg bringen, die bedürftige Menschen wirklich erreichen.“



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