Grünen-Verteidigungspolitikerin: Aufrüstung nicht überstürzen

Die Grünen-Verteidigungspolitikerin und Fraktionsvize im Bundestag Agnieszka Brugger mahnt mit Blick auf die geplante Aufrüstung der Bundeswehr zur Vorsicht.

„Es darf jetzt nicht darum gehen, möglichst schnell viel Geld rauszuhauen, um abstrakte Quoten zu erfüllen“, sagte sie dem Nachrichtenportal Watson. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte wenige Tage nach Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine angekündigt, künftig mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben zu wollen.

Brugger sagte weiter: „Es muss darum gehen, dass wir am Ende eine gut ausgestattete Bundeswehr haben und mit diesem Geld verantwortungsvoll umgehen.“ Mit Blick auf strukturelle Probleme des deutschen Militärs sagte Brugger: „Im Beschaffungsamt sind viele Stellen unbesetzt, in den vergangenen Jahren gab es viele Probleme, beim Management, bei Verträgen und bei Ausschreibungen. Beispiel für die Probleme sind der neue Schwere Transporthubschrauber, die Nachfolge des Sturmgewehrs G36, und die Berateraffäre.“



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