Der Wahnsinn hat einen Namen – Donald Trump

Die Bilder des 6. Januar 2021, an dem fanatische, aufgestachelte Trump-Anhänger in das amerikanische Parlament eindringen, werden tief mit der Präsidentschaft von Donald Trump verwurzelt sein. Denn nur Stunden vorher hetzte er sie auf einer Kundgebung auf. Mindestens eine Frau musste deswegen sterben. Ein Kommentar.
Der Herausgeber des Regio-Journals über Themen, die ihn bewegen.
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Solche Szenen kannte man in der Hauptstadt der USA seit einem Jahrhundert nicht: Ein wütender Mob, angestachelt durch eine monatelange Kampagne vom scheidenden US-Präsident Donald Trump aufgrund seiner Falschaussagen über eine „gestohlene Wahl“, stürmt das Kapitol, dringt in den Senat ein, Abgeordnete werden mit Gasmasken in Sicherheit gebracht. Die Nationalgarde rückt an.

Es sollte der Tag werden, an dem die Machtübergabe an den gewählten Präsidenten Joe Biden (Demokraten) übergeben wird. Was bleibt sind brüllende Fratzen von Trump-Fanatikern, die jegliche Demokratie mit Füßen traten.

Trump war es, der nur wenige Stunden vorher auf einer Kundgebung vor ebenjenen, die später das Kapitol stürmten sagte: „Wir werden nie aufhören zu kämpfen“. Seit Wochen ruft Trump zum Sturm auf die Hauptstadt an diesem Tag auf. Jetzt kam das, was zu erwarten war.

Und es ist endgültig der Punkt erreicht, wo dieser Mann zur Rechenschaft gezogen werden muss. Diese Tat war ein Putsch auf die Demokratie. Ein versuchter Staatsstreich, inszeniert vom (noch) mächtigsten Mann der Welt.

Weshalb an diesem Tag nur so wenig Polizei vor Ort war, ist unbegreiflich. Es war klar und erwartbar, dass bis an die Zähne bewaffnete Fanatiker in die Hauptstadt pilgern werden, selbst als die Trump-nahen und rechtsextremen „Proud Boys“ aufliefen, wurden diese teilweise festgesetzt und nur gegen Kaution wieder freigelassen.

Und dennoch. Es dauerte lange, bis die Polizei die Lage unter Kontrolle bekam. Aber, sie bekam sie unter Kontrolle, mit Hilfe einer Ausgangssperre ab 18 Uhr und der Nationalgarde. Damit ist es noch einmal deutlich geworden: Trump schert sich nicht um Rechtsstaatlichkeit. Trump schert sich nicht um das Hohe Haus der Demokratie. Trump ist offensichtlich bereit, einen Bürgerkrieg auszulösen, nur um an der Macht zu bleiben.

Jetzt ist es an der Zeit, dafür zu sorgen, dass Trump aus dem Weißen Haus verschwindet: IN HANDSCHELLEN. Denn er hat mit seinen heutigen Aktionen seine Amtszeit beendet.

Nach den Aufständen in Berlin nach einer Querdenker-Demo, als sich fünf Polizisten vor dem Reichstag gegen hunderte Demonstranten stellten, dachte ich, es kann nicht mehr passieren. Doch heute Abend wurde ich eines besseren belehrt. Hoffentlich war es das letzte unwürdige Schauspiel von Donald Trump.

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