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Regenbogen-Fahne, über dts

„Wir müssen dem Regime in Katar den Geldhahn zudrehen“, sagte Alfonso Pantisano, Mitglied im Bundesvorstand des LSVD, dem Nachrichtenportal Watson. „Wir haben die Wahl: nicht einschalten, nicht hinfahren, kein Geld ausgeben. Und zwar alle zusammen, nicht nur die LGBTIQ+-Community.“

Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) fordert der Verband eine eindeutigere Haltung. „Haltung zeigt sich nicht, indem man gerade steht auf dem Fußballplatz.“ Haltung zeige sich darin, dass man stehen bleibe und kein Territorium betrete, welches mit Blick auf die Menschenrechte ein Minenfeld sei.

„Ich erwarte vom DFB mehr als nur eine Regenbogenarmbinde“, so Pantisano. Im kommenden WM-Gastgeberland Katar sind Rechte für die LGBT-Community stark eingeschränkt. Homosexualität ist verboten und strafbar. Daher fordert Pantisano gerade von den Menschen außerhalb der LGBTQIA+-Community eine genaue Betrachtung der Lage vor Ort.

„Denn Menschenrechte gehen uns alle an und sind ein Thema für die gesamte Gesellschaft und nicht nur von vermeintlichen Minderheiten.“ Die WM in Katar stelle die Gesellschaft vor allem vor die Frage, zu welchem Preis sie bereit sei, die eigene Haltung zu verkaufen.



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