„Gold“ für die Straßenmeisterei in Merzig – DGNB zeichnet die Kompaktanlage als nachhaltiges „Gebäude im Betrieb“ aus

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die Straßenmeisterei Merzig des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS) auf Grundlage definierter Aspekte der Nachhaltigkeit unter die Lupe genommen. „Das Ergebnis der Untersuchungen kann sich sehen lassen:  „Zertifikat Gold‘ im ersten Anlauf“, so Mobilitäts- und Klimaministerin Petra Berg.

Medieninfo vom:
PressRelease vom
24.10.2022
| Landesbetrieb für Straßenbau
| Straße, Verkehrsplanung

„Gold“ für die Straßenmeisterei in Merzig – DGNB zeichnet die Kompaktanlage als nachhaltiges „Gebäude im Betrieb“ aus

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die Straßenmeisterei Merzig des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS) auf Grundlage definierter Aspekte der Nachhaltigkeit unter die Lupe genommen. „Das Ergebnis der Untersuchungen kann sich sehen lassen:  „Zertifikat Gold‘ im ersten Anlauf“, so Mobilitäts- und Klimaministerin Petra Berg.

Der Neubau der Straßenmeisterei in Merzig wurde im Juni 2019 in Betrieb genommen. Die knapp 10 Millionen Euro teure Kompaktanlage hat auf einer Fläche von rund 14.660 Quadratmetern neben energetischen Vorteilen auch kurze und trockene Wegen für die Mitarbeitenden zu bieten. Die Beheizung des gesamten Gehöftes erfolgt durch ein Blockheizkraftwerk, das mit dem erzeugten Strom den Eigenbedarf deckt und den Überschuss zur Netzeinspeisung an die Stadtwerke weitergibt.

Eine Studentin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken brachte vor zwei Jahren den Stein zur Zertifizierung des Gebäudes ins Rollen. Sie hatte im Rahmen ihrer Bachelorarbeit über Nachhaltigkeitsbewertung und -zertifizierung die neue Straßenmeisterei in Merzig als Beispiel untersucht. Das Ergebnis der Bachelorarbeit sagte anhand des DGNB-Kriterienkataloges bereits ein potentielles Zertifizierungs-Ergebnis in „Bronze“ vorher. Mit diesen Aussichten entschied sich der LfS im Juni 2021 dazu, das Steinbeis-Transferzentrum der Hochschule Karlsruhe mit der Auditoren-Dienstleistung für die Vorbereitungen zur DGNB-Zertifizierung zu beauftragen.

Mobilitätsministerin Petra Berg, Werner Nauerz (Direktor des LfS, l.) und Dr. Stephan Anders (Abteilungsleiter Netzwerk und Beratung bei der DGNB, r.) bei der Überreichung des Zertifikats „Gold“ für die Straßenmeisterei in Merzig Foto: LfS

„Die DGNB Zertifizierung für Gebäude im Betrieb hilft als Management- und Transformationstool, bestehende Immobilien in ihrer Nutzungsphase systematisch zu optimieren und in Richtung Klimaneutralität zu führen“, sagt Dr. Stephan Anders, Abteilungsleiter Netzwerk und Beratung bei der DGNB, der die Auszeichnung offiziell an die Projektbeteiligten überreichte. „Das Erreichen der zweithöchsten Auszeichnungsstufe in Gold belegt, dass es bei dem Gebäude gelungen ist, nachweislich viel Nachhaltigkeitsqualität umzusetzen.“

„Beim Neubau in Merzig hatte der LfS von Anfang an den Weg zur „klimaneutralen Straßenmeisterei“ eingeschlagen und kommt damit den nationalen Zielen im Gebäudesektor nach. Die Zertifizierung des Gebäudes durch die DGNB bestätigt die Investitionen des Landes jetzt auch offiziell“, so Ministerin Berg.

Bei den Untersuchungen wurden neben der ökologischen Qualität auch die soziokulturellen, funktionalen und ökonomischen Aspekte des Neubaus überprüft. Damit hat sich der LfS auch als Vorreiter für andere Straßenmeistereien in Deutschland verdient gemacht.

„Auf diesem Erfolg wollen wir uns aber nicht ausruhen“, so Werner Nauerz, Direktor des LfS: „in einer Zielvereinbarung und in einem Klimaschutzfahrplan haben wir weitere Ausbaustufen in den Bereichen Klimaschutz und Energie, Wasser, Wertstoffmanagement, Betriebskosten und Innenraumkomfort, Nutzerbefragung und Beschwerdemanagement fixiert“. Konkret soll in den kommenden Jahren die Dachfläche mit Photovoltaik ausgestattet werden. Außerdem ist geplant, das Blockheizkraftwerk bis Ende 2039 auf eine Holzhackschnitzelanlage umzurüsten.
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