Leclerc: „Ich hasse Rassismus!“

Charles Leclerc im Ferrari
Charles Leclerc im Ferrari | Bild: randomwinner / Pixabay
Formel 1-Fahrer und Ferrari-Pilot Charles Leclerc wehrt sich gegen die gegen ihn kursierenden Rassismus-Vorwürfe. Auf Twitter wehrt sich der junge Monegasse gegen die Vorwürfe.

Grund für die Vorwürfe ist der Verzicht, vor dem letzten Rennen in Silverstone, auf die Knie zu gehen und sich so der „Black lives matter“-Bewegung anzuschließen.

Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und weitere Fahrer knieten während der Nationalhymne, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Leclerc hatte, wie andere Fahrer auch, ein T-Shirt mit einem Schriftzug gegen Rassismus angezogen. Der 22-Jährige stellt klar: „Ich hasse Rassismus, er ist abstoßend. Hört auf, mich in die Gruppe der widerlichen Menschen zu schieben, die andere aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder des Geschlechts diskriminieren. Ich gehöre nicht zu ihnen und werde das auch nie. Ich bin immer zu jedem respektvoll gewesen, und das sollte der Standard in der heutigen Welt sein.“

Ähnlich ergeht es auch „IceMan“ Kimi Raikkönen. Auch er gehörte zur Gruppe der Fahrer, die nicht niederknien.

Zahlreiche Medienvertreter fragen regelmäßig bei den Fahrern nach, weshalb sie diese Geste nicht ebenfalls praktizieren.

Auch Lewis Hamilton kritisierte den einen oder anderen Fahrer deutlich. Für Raikkönen zu viel des Guten: „Ich habe bisher nicht mit Lewis gesprochen. Und selbst wenn ich es täte, würde ich es hier nicht breitntreten. Ich habe kein Interesse, es den Medien zu erzählen.“

Um dann kräftig auszuteilen: „Es heißt: Du kniest nicht, du stehst… Fast als wenn man mit dem Finger darauf zeigen würde. Aber was machen diese Leute, dass sie unsere Positionen irgendwie in Frage stellen? Das würde ich gerne wissen. Ich denke nicht, dass es wirklich viel mehr zu sagen gibt. Ich denke, jeder hat offensichtlich sein eigenes Recht zu tun, was er fühlt. Natürlich sind wir alle gegen den Rassismus und unterstützen Hamilton hundertprozentig. Aber letztendlich sind wir für den Sport hier.

Raikkönen selbst wertet das Engagement von Lewis Hamilton extrem positiv und stellt sich gegen Rassismus, doch sein Fazit ist, wie vom „IceMan“ gewohnt, deutlich: „Ja, wir tun gleichzeitig das Beste, was wir können, um in der Situation zu helfen, aber ich glaube nicht, dass wir erklären müssen, warum wir auf die Knie gehen oder das nicht tun. Es ist unsere persönliche Entscheidung.

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