Regionalverband: Schockanruf vereitelt – Täterin gefasst.

Regionalverband (ots) - Saarbrücken. Da staunte die Geldbotin nicht schlecht, als an dem Wohnanwesen im Regionalverband am vergangenen Freitag anstelle des erwarteten ahnungslosen Opfers die Polizei die Tür öffnete.

Das 15-Jahre alte Mädchen wurde festgenommen. Bereits am frühen Nachmittag hatte sich zunächst die vermeintliche Tochter bei einer 66 Jahre alten Frau gemeldet. Die Tochter solle einen schweren Verkehrsunfall verursacht haben. Danach meldeten sich ein angeblicher Polizist sowie ein Staatsanwalt, der schließlich eine Kaution über 77.000 Euro forderte.

Die Angerufene durchschaute jedoch die Betrugsmasche und rief ihrerseits über Notruf die Polizei. Mithilfe von Einsatzkräften gelang es, in den nachfolgenden Anrufen die Betrüger in dem Glauben zu lassen, das scheinbar ahnungslose Opfer werde die geforderte Summe bezahlen. Am späten Abend, gegen 21:15 Uhr erschien dann das Mädchen an der Wohnungstüre,
traf dort aber auf die bereits wartenden Polizeibeamten. Sie wurde nach ihrer Vorführung in die JVA Zweibrücken gebracht.

Schockanrufe häufen sich

In den vergangenen Monaten hat sich die Zahl der sogenannten Schockanrufe vervielfacht. Dabei werden immer häufiger vor dem Anruf persönliche Daten z.B. aus sozialen Netzwerken gesammelt und für die Anrufe verwendet. So wurden beispielsweise Geburtstage, Vor- und Zunamen und ähnliches eingesammelt, um die Anrufe realistischer zu gestalten.

Lassen Sie sich in diesen Fällen nicht verunsichern.

Tipps der Polizei bei Schockanrufen

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Anrufern, die eine angebliche Notlage eines Angehörigen schildern und sich als Amtsperson ausgeben!
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!
  • Sollten die Anrufer von Ihnen Geld verlangen, legen sie sofort auf und heben sie bei weiteren Anrufversuchen nicht mehr ab. Die Möglichkeit einer Kautionszahlung ist in Deutschland nicht gegeben!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigten Nummern des Anrufers!
  • Wenden Sie sich an den angeblich Betroffenen oder andere Vertrauenspersonen, unter den Ihnen bekannten und benutzten Nummer, um die angebliche Notlage aufzuklären!
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Verständigen sie die Polizei!



Das könnte Ihnen auch gefallen: