Die Grubenlampe kommt ins Saarland zurück

Eine saarländische Grubenlampe reiste 1952 zu den Olympischen Spielen nach Helsinki. Diese besondere Geschichte erinnert an ein symbolträchtiges Ereignis, das die Verbundenheit und den Stolz der Region Saarland auf internationaler Bühne zeigte

Diese Geschichte zeigt nicht nur die Bedeutung des Saarlandes im internationalen Kontext, sondern auch die verbindende Kraft des Sports.

H3: Symbol der Verbundenheit

„Die Rückkehr der Grubenlampe ins Saarland ist ein Symbol der Verbundenheit und der gemeinsamen Geschichte, die uns mit den Olympischen Spielen und der internationalen Sportgemeinschaft verbindet. Sie erinnert uns daran, wie Sport Brücken bauen kann und ein starkes Zeichen für Freundschaft und Zusammenarbeit setzt. Ich freue mich sehr, dass wir dieses wertvolle Stück unserer Geschichte wieder in unserer Heimat begrüßen dürfen und es mit der Öffentlichkeit teilen können“, so Sportminister Reinhold Jost.

H3: Teilnahme des Saarlandes an den Olympischen Spielen 1952

Bei den XV. Olympischen Sommerspielen in Helsinki trat das Saarland zum ersten und einzigen Mal als eigenständiger Teilnehmer an. Das Nationale Olympische Komitee des Saarlandes (OKS), das 1950 gegründet wurde, entsandte eine Auswahl von 37 Athletinnen und Athleten nach Finnland. Am Wochenende des 12. und 13. Juli 1952 brachen die 32 Sportler und fünf Sportlerinnen zusammen mit ihren Betreuern und OKS-Funktionären in mehreren Gruppen vom Saarbrücker Hauptbahnhof auf. Ihre Reise führte sie über Paris und Stockholm bis nach Helsinki – eine aufregende und abenteuerliche Reise in jener Zeit!

H3: Die saarländische Grubenlampe

Ein Highlight dieser Geschichte ist die saarländische Grubenlampe. Ende 1951 überreichte das OKS dem finnischen Organisationskomitee eine echte Grubenlampe mit der Inschrift „Das Saarland grüsst Helsinki – Olympisches Komitee des Saarlandes Weihnachten 1951“ als Gastgeschenk. Das finnische Team erkannte schnell, dass diese Lampe perfekt geeignet war, die olympische Flamme sicher im Flugzeug von Athen nach Aalborg, Dänemark, zu transportieren. Die Saarbrücker Zeitung schrieb am 12. Juli 1952: „In diesen Tagen, da die Olympische Flamme wohlbehütet in einer saarländischen Grubenlampe von Athen kommend auf dem dänischen Flughafen Aalborg eintraf, war der Name unserer Heimat in aller Munde.“ Diese Lampe und die damit verbundene Geschichte zeigen, wie das Saarland einen wichtigen Beitrag zur internationalen Gemeinschaft geleistet hat.

H3: Ausstellung der Grubenlampe

Es ist vorgesehen, die Grubenlampe für mindestens ein Jahr als Leihgabe an das Saarland zu vergeben. In dieser Zeit wird sie im Historischen Museum Saar in Saarbrücken ausgestellt. Schließlich soll die Lampe noch eine gewisse Zeit in Frankreich im Schloss Malbrouck in der dortigen Ausstellung zum Thema Olympia gezeigt werden. Diese Geschichte erinnert uns daran, wie Sport Menschen verbindet und friedliche Zusammenarbeit fördert, besonders in einer Grenzregion wie unserer, die eine besondere und nicht immer einfache Geschichte hat. Lasst uns diese Erinnerung feiern und die Werte von Zusammenhalt und Freundschaft weitertragen!

H3: Dankbarkeit für die Ausleihe

Simon Matzerath, Direktor des Historischen Museums Saar: „Die Grubenlampe haben wir aus dem Tahto-Museum am Olympia-Stadion von Helsinki abgeholt. Sie bildet dort den zentralen Auftakt der ständigen Ausstellung, weshalb wir den Kolleginnen und Kollegen vor Ort sehr dankbar für diese außergewöhnliche Möglichkeit der Ausleihe sind. Die Lampe mit ihrer Geschichte ist ein einzigartiges Dokument der internationalen Sportgeschichte.“




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