Bericht: SAP will Tesla nicht mehr als Dienstwagen

Teslas Problem mit Großkunden wächst.

Teslas Problem mit Großkunden wächst. SAP streicht laut eines Berichts des „Handelsblatts“ (Dienstagausgabe) den US-Autobauer von seiner Liste der Lieferanten für seine Dienstwagen.

Damit muss Tesla auf einen Großkunden verzichten, der insgesamt 29.000 Fahrzeuge in seiner Flotte hat. Die Entscheidung begründet Steffen Krautwasser, Flottenchef SAP, mit unpünktlichen Lieferungen. Auch ein Problem: „Die Listenpreise schwanken bei Tesla stärker als bei anderen Herstellern, das erschwert die Planung und ist ein höheres Risiko für uns.“

Tesla senkte 2023 und 2024 mehrfach die Preise, was den Wiederverkaufswert von gebrauchten Fahrzeugen mindert. Damit reiht sich der Softwarekonzern ein in eine Anzahl von Flottenbetreibern wie Hertz oder Sixt, die Tesla aus dem Sortiment nehmen. Den Trend belegen neue Zahlen des Branchendienstes Dataforce, nach denen das US-Unternehmen 2023 bei deutschen Großkunden mit nur 3.450 Fahrzeugen und einem Marktanteil von etwas mehr als einem Prozent am gesamten Flottenaufkommen nur schwach vertreten ist.

Dagegen kommt Tesla bei Selbstständigen und Firmen mit Flotten von nur bis zu zehn Fahrzeugen auf einen Marktanteil von fast vier Prozent. Insgesamt konnte Tesla 2023 seinen Firmenwagenabsatz um rund 54 Prozent auf insgesamt 24.600 Fahrzeuge steigern, vor allem durch den Verkauf an Einzelpersonen oder kleine Flottenbetreiber. „Das ist eine recht ordentliche Zunahme“, sagt Benjamin Kibies, Senior Automotive Analyst von Branchendienst Dataforce. „Aber die harte Währung ist es, bei allen Flottengrößen voranzukommen.“ Tesla habe sich „mit den plötzlichen Preissenkungen keinen Gefallen getan.“




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