SV 07 Elversberg
SVE DFB Pokal, Bild: SV 07 Elversberg

Zahnlose Wölfe siegen an der Kaiserlinde

Der VFL Wolfsburg gewinnt glücklich in der ersten Hauptrunde des DFB Pokals im Stadion an der Kaiserlinde in Elversberg. Aus Sicht der Elversberger eine unverdiente Niederlage, denn der Bundesligist aus Wolfsburg zeigte eine schlechte Partie.

Die SV 07 Elversberg starteten mit einem neuen Torwart in das Spiel: Stammkeeper Dominik Draband wurde im Pokalspiel mit Frank Lehmann ersetzt. Weiterhin setzte Roland Seitz in der Startaufstellung auf Nils Winter und verzichtete auf Leandro Grech.

Gleich zu Beginn ein „feuriger“ Start: Die Gäste aus Wolfsburg zündelten mit Bengalos und verzögerten den Anpfiff um einige Minuten. Die Heimfans der SVE hingegen rollten ein „110 Jahre Sportvereinigung Elversberg“ Banner aus und schwenkten ihre schwarz-weißen Flaggen.

Die Anfangspartie gehörte erwartungsgemäß den Wölfen, ohne jedoch zwingend Torchancen herauszuspielen. Die Grün-Weißen ließen den Ball durch die Reihen zirkulieren.

Nach 12 Minuten verpasst Sinan Tekerci die Führung. Nach einem Freistoß von Manuel Feil landet der Ball bei Julius Perstaller, der sofort zu Tekerci weiterleitet. Der Abschluss landet knapp neben dem linken Pfosten.

Dies war auch gleichzeitig der Weckruf für de SVE. Die Taktik, hinten sicher zu stehen und nach vorne kontrolliert offensiv zu spielen, geht auf. Nach mehr als 30 Minuten hat Wolfsburg zwar 78 Prozent Ballbesitz, aber weiterhin keine gefährlichen Torchanchen.

Kurz vor der Halbzeit hätte Wolfsburg durch Ginzcek in Führung gehen können, dieser scheitert mit seinem „Rückpass“ in die Arme von Lehmann aus fünf Metern.

Mit dem verdienten 0:0 ging es in die Halbzeit. Labbadia stürmte mit wütender Mine in die Katakomben, denn mit der Leistung seiner Mannschaft konnte er nicht zufrieden sein.

Die Sensation für die SVE lag zu diesem Zeitpunkt in der Luft.

Zu Wiederanpfiff erneut Verzögerungen: Erst flogen von den Wolfsburger Fans Papierschnipsel in den Strafraum von SVE-Torwart Lehmann. Auch die Elversberger hielten mit Toilettenpapierrollen dagegen, die im Strafraum der Wolfsburger landeten.

Auch in der 2. Hälfte das gleiche Bild: Viel Ballbesitz für Wolfsburg, Elversberg steht stabil und lauert auf Standard und Konter.

Wolfsburg spielte zielstrebiger und konnte mit Chancen von Gerhard (49., 54.) und Guilavogui (51.) auf sich aufmerksam machen.

Doch die Hausherren hielten weiter dagegen und suchte ab der 60. Minute selbst die Gelegenheit, die Sensation in die Tat umzusetzen. Trotz 77 Prozent Ballbesitz für Wolfsburg steht Elversberg sicher und drängt auf das Tor: Feil schiesst in der 69. Minute in die Arme von Casteels und auch Tekerci schaffte es in der 72. Minute nicht, die Kugel im Tor unterzubringen. Knapp über die Latte zischt der Ball.

In der 73. Minute spielt Lahn den Wolfsburger Knoche schwindelig und legt den Ball an Casteels vorbei auf Tekerci. Im letzten Moment rettet Brooks und klärt in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Tekerci.

Elversberg rennt gegen die Wölfe an und hätte die Führung verdient gehabt, doch es sollte anders kommen: Daniel Ginczek trifft in der 76. Minute zum 0:1. Der Kopfball aus fünf Metern war nicht zu halten für den Elversberger Keeper.

Auch nach der Wolfsburger Führung bleibt Elversberg spielbestimmend. Die Gäste können sich kaum befreien und bleibt spielerisch alles schuldig. Für einen Bundesligisten eine enttäuschende Leistung.

Elversberg verliert unverdient gegen extrem schwache Wolfsburger, kann aber auf die gezeigte Leistung aufbauen, nachdem in der Liga ein klassischer Fehlstart steht. Dieser kann bereits am Mittwoch gegen Astoria Walldorf in der Ursapharm Arena korrigiert werden.

Bildquellen:

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