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Was passiert mit den Trenkelbachweihern in Hühnerfeld?

Der Angelsportverein und die Vogelfreunde Hühnerfeld machen sich Sorgen um den Bestand des kleinen Naherholungsgebietes rund um die beiden Weiher im Trenkelbachtal.

Der Angelsportverein und die Vogelfreunde Hühnerfeld machen sich Sorgen um den Bestand des kleinen Naherholungsgebietes rund um die beiden Weiher im Trenkelbachtal.

Dort haben in unzähligen Arbeitsstunden die Mitglieder des Angelsportvereins Hühnerfeld das Gelände zu einem wunderschönen Naherholungsgebiet sozusagen direkt vor der Haustür entwickelt. In den Biotopen an den beiden Weihern leben Molche, Salamander, Eidechsen und Ringelnattern. Unzählige Libellen surren über die Wasseroberflächen. Fledermäuse finden sich hier ein, ab und zu schauen auch Eisvögel vorbei. Schon vor vielen Jahren haben die Vogelfreunde hier an den Bäumen unzählige Nistkästen aufgehängt und kümmern sich regelmäßig um diese. Das Gelände mit den beiden Weihern liegt im Planungsgebiet der Bergehalde Maybach und ist vom Angelsportverein von der RAG angepachtet.

Grund für die Sorgen sind Arbeiten an der Berghalde Maybach. Die waren nun Thema in der jüngsten Sitzung des Sulzbacher Stadtrates. Ratsmitglied Hermann Kreis (AfD) hatte eine entsprechende Anfrage bei der Stadt gestellt. Bürgermeister Michael Adam hatte sich sofort an der RAG gewandt und um Aufklärung gebeten. In der Stellungnahme der RAG heißt es: „Im Rahmen des Abschluss- und Betriebsplanverfahrens der Bergehalde Maybach haben derzeit die Arbeiten zur Ertüchtigung und Aufweitung des Haldenrandgrabens bis zur Einleitung in den Trenkelbach (1. Bauabschnitt) entlang der nordwestlichen Flanke der Bergehalde Maybach begonnen (Fertigstellung in 2020). Über diesen Haldenrandgraben soll künftig die Entwässerung von Oberflächenwasser der Bergehalde Maybach erfolgen. In einem noch in der Planung befindlichen 2. Bauabschnitt soll dann der weitere Verlauf der Ableitung des Oberflächenwassers im Bereich Trenkelbach und Oberer Trenkelbachweiher geregelt werden.“ Hierzu würden aktuell zwei mögliche Varianten betrachtet: Die erste sieht eine naturnahe Offenlegung des Trenkelbaches im Bereich des Oberen Trenkelbachweihers in Verbindung mit einer Verfüllung des Weihers sowie der Gestaltung einer großflächigen Vernässungszone vor.

Vorteile dieser Variante seien unter anderem die naturnahe Umgestaltung der Biotopflächen im Bereich Oberer Trenkelbachweiher, in Verbindung mit einer ökologischen Aufwertung und eine ortsnahe Verwendung von Überschussmassen zur Herstellung der Standsicherheit der Bergehalde Maybach (Sanierung übersteilte Althalde) zur Verfüllung des Oberen Trenkelbachweihers.

Variante Nummer zwei sieht die Errichtung eines Verteilungsbauwerkes oberhalb des Oberen Trenkelbachweihers für die Wasserverteilung zwischen Oberem Trenkelbachweiher sowie einer neu zu bauenden Gewässerverrohrung im Nebenschluss des Oberen Trenkelbachweihers bis zur Betonkaskade des Trenkelbaches (Bereich des Überlaufs Unterer Trenkelbachweiher) vor. Als Vorteil wird dabei Erhalt des Oberen Trenkelbachweihers zur fischereilichen und Freizeitnutzung beschrieben. Hierbei seien jedoch vor Entlassung aus der Bergaufsicht zwingend begleitende Maßnahmen zur Herstellung der Standsicherheit der Uferbereiche erforderlich. Die Stadt sei überrascht von den Planungen und von der RAG darüber nicht informiert worden, erklärte Bürgermeister Michael Adam. Jetzt gehe es erst einmal darum, keine Panik zu verbreiten.

Es ist noch nichts entschieden. Wir prüfen zurzeit lediglich die beiden Varianten“, erklärt Rudolf Krumm, Prokurist der RAG Montan Immobilien, auf Nachfrage. Die geäußerte Vermutung, die Verfüllung sei nur „eine billige Möglichkeit überschüssige Erdmassen ohne große Transportkosten zu entsorgen“, kann er nicht nachvollziehen. Es gehe darum, den besten Weg für die Standsicherheit der Halde zu finden.

Denn für die Entlassung aus der Bergaufsicht müssten unter anderem die dauerhafte Standsicherheit und ein dauerhaft geordnetes Entwässerungssystem gewährleistet sein. Krumm sichert zu: „Wenn wir eine Lösung gefunden haben, werden wir sie mit den Beteiligten besprechen.

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