Der Enforcement Trailer von Vitronic
Der Enforcement Trailer von Vitronic | Bild: Vitronic
Mehr als 8000 Verstöße in Saarbrücken seit Januar festgestellt

Viel Arbeit für Saarbückens Enforcement Trailer

Der Saarbrücker Enforcement-Trailer, auch Blitzeranhänger genannt, wird „rege genutzt“. Seit seiner Indienststellung am 17.01.2020 wurden bis zum 25.06.2020 mehr als 8000 Verstöße festgestellt.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken setzt seit Mitte Januar neben den stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen ein mobiles Gerät ein.

Der sogenannte Enforcement Trailer des Wiesbadener Herstellers Vitronic ist eine mobile Einrichtung zur Geschwindigkeitskontrolle in Form eines Anhängers. Der Blitzer zeichnet sich durch einen hohen Vandalismusschutz aus. So verfügt er beispielsweise über eine interne Löscheinrichtung zum Schutz vor Brandstiftung. Sein äußeres ist gepanzert, schusssicher und schützt die Reifen vor unbefugtem Zugriff.

Durch die interne Akkutechnik, die sich vor Ort auswechseln lässt, können Messstellen über bis zu fünf Tagen betrieben werden. Das Gerät, dass je nach Ausstattung bis zu 150.000 Euro kostet, wird auch in Saarbrücken Tag und Nacht, je Standort zwischen einem und vier Tagen, eingesetzt.

Stadtpressesprecher Thomas Blug erklärt: „Wir setzen das Gerät in Tempo-30-Zonen, verkehrsberuhigten Bereichen, Wohnstraßen, im Umfeld von Kindergärten, Spielplätzen, Schulen, Senioren-Einrichtungen und an Stellen ein, an denen gehäuft Unfälle auftreten“.

Auf Regio-Journal-Anfrage erklärt der Pressesprecher, dass allein durch diese mobile Einheit seit 17.01.2020 insgesamt 8036 Verstöße dokumentiert wurden, was einen Monatsdurchschnitt von ca. 1600 Fällen bedeutet.

Auf Nachfrage, ob das Gerät im Konflikt mit dem Urteil des saarländischen Verfassungsgerichtshof steht, sagt Blug: „Bedenken des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes zu den in der Landeshauptstadt konkret eingesetzten Geräten sind uns nicht bekannt“.

Auch in Bezug auf die stationären Überwachungsanlagen stellt Blug klar: „In der stationären und teilstationären Geschwindigkeitsüberwachung werden keine Geräte von Jenoptik eingesetzt“.

Stattdessen setzt man in der Landeshauptstadt zur Geschwindigkeitsüberwachung auf das Unternehmen Vitronic, dass auch durch die Lieferung der Kontrollbrücken für die deutsche LKW-Maut bekannt ist.

Blug abschließend: „Durch den Einsatz des Enforcement Trailers erhöhen wir die Flexibilität unserer Kontrollen und können noch besser auf konkrete Beschwerden reagieren. Wir hoffen, dadurch die Sicherheit auf unseren Straßen weiter erhöhen zu können“.

Bildquellen:

  • Enforcement Trailer: Vitronic


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