Umfrage: Mehrheit für EU-Armee und dauerhafte Grenzkontrollen

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine europäische Armee, dauerhafte Grenzkontrollen und keine weiteren Kompetenzen für Brüssel.

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine europäische Armee, dauerhafte Grenzkontrollen und keine weiteren Kompetenzen für Brüssel. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Insa für die „Bild am Sonntag“ hervor.

Demnach sind 61 Prozent der Befragten der Ansicht, die EU-Mitgliedschaft sei gut für Deutschland, nur 25 Prozent denken, sie sei schlecht. Nur 24 Prozent sind allerdings der Ansicht, dass die EU zu wenige Kompetenzen hat. 35 Prozent halten das Maß an Kompetenzen für genau richtig, 27 Prozent halten es für zu hoch.

Für eine europäische Armee sprechen sich 55 Prozent aus, 27 Prozent sind dagegen. Die von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ins Spiel gebrachten gemeinsamen Schulden lehnt eine relative Mehrheit von 48 Prozent ab (30 Prozent sind dafür). Generell ist das Ansehen der Kommissionspräsidentin in Deutschland eher durchwachsen: 37 Prozent der Wähler bescheinigen ihr gute Arbeit, 44 Prozent sind mit ihrer Arbeit in den vergangenen fünf Jahren unzufrieden.

Vor allem beim Thema Migration ist das Vertrauen der Menschen gering. Nur 27 Prozent trauen es Brüssel zu, die Zahl der Flüchtlinge nach Europa zu verringern. 62 Prozent glauben nicht, dass die Maßnahmen der EU die Migration eindämmen. 58 Prozent der Wähler sind dafür, dass dauerhaft mehr Grenzkontrollen zwischen den EU-Staaten durchgeführt werden, 33 Prozent wollen das nicht.

Auch einer möglichen EU-Erweiterung stehen die Menschen skeptisch gegenüber. Zwar sind nur 33 Prozent prinzipiell dagegen, dass die EU weitere Länder aufnimmt, gleichzeitig findet aber keiner der derzeitigen Beitrittskandidaten eine breitere Zustimmung. 23 Prozent möchten, dass die Ukraine Mitglied wird. Die Werte für die anderen Beitrittskandidaten (u.a. Türkei, Georgien, Serbien) liegen jeweils unter 15 Prozent.

Für die Erhebung wurden am 23. und 24. Mai 1.002 Personen online befragt.




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