Bundesnetzagentur macht ernst: Telefónica erhält Androhung einer gigantischen Strafzahlung | Regio-Journal


Bundesnetzagentur macht ernst: Telefónica erhält Androhung einer gigantischen Strafzahlung

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Im Jahr 2015 wurden im Zuge der Vergabe der Mobilfunklizenzen eine Ausbaubedingung gestellt. Diese haben alle Telefonanbieter zum 1. Januar 2020 verfehlt. Die Gnadenfrist bis 30.06 wurde von Telefónica erneut verfehlt. Jetzt droht in den nächsten 30 Tagen eine gigantische Strafzahlung.

Telefónica war verpflichtet, bis zum 30. Juni 2020 40 Prozent der noch zu bauenden Mobilfunkantennen aufzubauen.

Telefónica hat trotz aller anzuerkennenden Anstrengungen die erforderliche Anzahl an Standorten noch nicht vollständig realisieren können. Wenn die Standorte nicht bis zum 31. Juli 2020 aufgebaut sind, wird die Bundesnetzagentur das angedrohte Zwangsgeld festsetzen“, teilte die Bundesnetzagentur am heutigen Tage mit.

Corona verzögert Ausbau der LTE-Standorte

Wie Telefónica mitteilt, hätte die Corona-Pandemie Auswirkungen auf Lieferketten und Netzausbau gehabt.

Bei der Höhe des Zwangsgeldes werden alle Gesamtumstände gewürdigt, insbesondere, dass Telefónica 75 Prozent der bis zum Meilenstein geforderten Standorte realisieren konnte“, stellte die Bundesnetzagentur klar.

Sollte Telefónica bis 31.07.2020 nicht die Versorgungsauflagen erfüllt, wird die Bundesnetzagentur eine Geldstrafe in Höhe von 600.000 Euro festsetzen.

Seit Jahresbeginn wurden laut Telefónica 2300 neue LTE-Sender aufgebaut und in Betrieb genommen.

Die Vorgabe lag bei 3000 Basisstationen.

Alle Hersteller, Telekom, Vodafone und Telefónica, die das O2-Netz betreibt, müssen bis Jahresende 7600 neue Standorte erschließen und eine 98 prozentige Netzverfügbarkeit herstellen.

Auf Telefónica kommt nun neben dem Aufbau des 5G-Netzes einiges an Arbeit zu, wenn die hohe Zwangsgeld-Zahlung noch vermieden werden soll.





Bildquellen:

  • LTE-Antenne: © O2

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