Der Speedport Hybrid | Bild: Deutsche Telekom AG

Telekom Hybrid eine Alternative für langsames Internet?

Seit einigen Jahren bietet die Deutsche Telekom mit „MagentaZuhause Hybrid“ einen alternativen Internetanschluss für all diejenigen, die aus technischen Gründen nicht auf einen VDSL-Anschluss zurückgreifen können. Doch ist er wirklich eine Alternative? Finden wir es heraus!

Mit diesem Artikel starten wir eine Serie über eine Internettechnologie, die auch 2019 noch nicht von jedem verstanden wird – aber dennoch eine sinnvolle Alternative für langsame Internetanschlüsse darstellt.

Nüchtern betrachtet gibt es auch 2019 noch immer Gebiete im Saarland, aber auch bundesweit, die über keine akzeptable Internetgeschwindigkeit verfügen. Daran half die Ankündigung der „vollmündigen Versprechen-Maschine“ bis zum Jahr 2018 jeden Haushalt mit 50 Mbit Internet auszustatten, auch nicht. Im Gegenteil. Viele Gebiete sind bis heute gar nicht mit DSL angebunden und lediglich per SAT / Richtfunk oder Kabel-Anschluss erreichbar.

Jetzt, im Januar 2019 kann man festhalten, dass nicht nur das oben genannte Versprechen krachend gescheitert ist, sondern auch das Versprechen der Bundesregierung, bis 2025 „überall Gigabitnetze“ und „die beste digitale Infrastruktur der Welt“ gebaut zu haben, gefährlich am Wanken ist.

Nun bietet die Deutsche Telekom seit Anfang 2015 eine Eigenentwicklung an, die diesem Problem – neben dem massiven, bundesweiten Breitbandausbau – entgegenwirken soll: Die Rede ist von Telekom Magenta Hybrid.

Die Technik erkärt

MagentaZuhause Hybrid ist eine verhältnismäßig neue Technologie, die den bestehenden Internetanschluss mit klassischem DSL (auch VoIP) mit LTE, dem Mobilfunkübertragungsstandard bündelt.

So erhält der Internetanschluss die aus dem DSL-Netz gezogene „Grundleistung“, die dann je nach Tarif mit LTE-Speed erhöht wird. Hier muss man sich natürlich im Klaren sein, dass der LTE-Zusatzboost abhängig vom Standort des Routers, der Wanddicke, der Entfernung zum nächsten LTE-Mast und zu guter Letzt auch vom Wetter ist.

Praxisergebnisse aus unserem Office

In unseren Geschäftsräumen nutzten wir – bis zur Umstellung auf VDSL 100 ca. zwei Jahre Telekom Magenta Hybrid als Business-Anschluss. Das Ergebnis ist eindeutig: Hat man einmal den richtigen Routerstandort (evtl. auch mit einer Zusatzantenne, die innen oder außen angebracht werden kann) gefunden, funktioniert die Technik gut.

Kamen aus der „Telefondose“ über den klassischen DSL-Kanal zwischen 7 und 9,5 Mbit im „Downstream“ an, konnten wir mit dem Hybrid-Boost über LTE weitere ca. 30 Mbit hinzuaddieren und erreicht unter fast allen Bedingungen Werte zwischen 30 und 50 Mbit.

Hier einmal ein paar Speedcheck Ergebnisse, welche über Vodafone durchgeführt wurden.

Schwankende Übertragungsraten
Schwankende Übertragungsraten

Worauf es zu achten gilt

Magenta Hybrid ist stark abhängig von der Positionierung des Routers. Hier bedarf es durchaus auch wochenlanges Feintuning. Stellen Sie es sich einfach vor, wie eine Satellitenschüssel auf ihrem Dach. Diese muss exakt ausgepegelt sein, damit Sie ungetrübten Bildgenuss erleben dürfen. Starker Wind, Schnee und Eis können die Bildqualität massiv beeinträchtigen.

So in dieser Art ist auch Magenta Hybrid zu sehen: Beste Ergebnisse erhalten Sie mit einer exakt ausgerichteten Außenantenne. Dann sind unfassbare Datenübertragungen bis zu 300 Mbit möglich – je nach Standort.

Ob sich diese Technik durchsetzt – über viele Jahre – das wird man erst noch sehen müssen. Da die Deutsche Telekom den Breitbandausbau massiv vorantreibt, wird die Technik vermutlich immer weiter in den Hintergrund rücken

Im nächsten Artikel erklären wir Ihnen den grundsätzlichen Aufbau noch etwas genauer. Freuen Sie sich darauf.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit mit hoffentlich schnellem Internet!

Bildquellen:

  • Speedcheck: Regio-Journal
  • Speedport Hybrid: Deutsche Telekom AG

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