Dr. Lars Frisch (Stiftungsvorstand der Freifrau-von-Nauendorf-Stiftung), Preisträger PD Dr. Boris Stanzel (Augenklinik Sulzbach), Dr. Kaschlin Butt (Leiterin des Gesundheitsamts Wiesbaden)
(v.l.:) Dr. Lars Frisch (Stiftungsvorstand der Freifrau-von-Nauendorf-Stiftung), Preisträger PD Dr. Boris Stanzel (Augenklinik Sulzbach), Dr. Kaschlin Butt (Leiterin des Gesundheitsamts Wiesbaden) | Bild: KK Saar

Sulzbacher Augenmediziner erhält Förderpreis

Priv. Doz. Dr. Boris Stanzel, Augenarzt und Stammzell-Forscher an der Augenklinik Sulzbach hat den Förderpreis der Freifrau-von-Nauendorf-Stiftung erhalten. Die Jury würdigte damit seine Arbeit auf dem Gebiet der altersbedingten Makuladegeneration, einer verbreiteten Netzhauterkrankung.

Priv. Doz. Dr. Boris Stanzel, Augenarzt und Stammzell-Forscher an der Augenklinik Sulzbach hat den Förderpreis der Freifrau-von-Nauendorf-Stiftung erhalten. Die Jury würdigte damit seine Arbeit auf dem Gebiet der altersbedingten Makuladegeneration, einer verbreiteten Netzhauterkrankung.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die der Mediziner in seine Forschung für eine neuartige Zelltherapie investieren möchte.

Die altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD genannt, gehört zu den Hauptursachen für Erblindungen in den Industrieländern

Boris Stanzel

Alleine in Deutschland seien sieben Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Für die häufigste Form der „AMD“, die „trockene AMD“, gäbe es bis heute kein Heilmittel. Die Sulzbacher Studie will dies nun ändern. Die Sulzbacher Studie erforscht die Machbarkeit einer Zelltherapie. Ein Erfolg würde Hoffnung für Millionen Patienten bedeuten.

Auch Prof. Dr. Peter Szurman, Chefarzt der Augenklinik Sulzbach, sieht in der Forschungsarbeit eine große Chance: „Der Förderpreis bedeutet für uns die Würdigung einer ebenso innovativen wie vielversprechenden Forschungsarbeit. Durch die einzigartige Zusammenarbeit von führenden Experten für Makuladegeneration, Netzhautchirurgie und Stammzellbiologie messe ich dieser Studie eine große Bedeutung für die Zukunft der Augenheilkunde zu.

Stanzel stellt angesichts vieler Patientenanfragen klar: „Es handelt sich noch um eine frühe Studie. Wir bieten heute noch keine Stammzell-Therapie an, sondern erforschen erst mal die Machbarkeit einer solchen.

Kooperation mit dem „IBMT“ in Sulzbach

Dr. Boris Stanzel leitet heute sowohl das Makulazentrum der Augenklinik Sulzbach sowie eine Forschungsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in Sulzbach.

Dessen Standortleiter Prof. Dr. Hagen von Briesen freut sich daher ebenso über den Förderpreis. „In unserer Zusammenarbeit mit Dr. Stanzel, der Augenklinik Sulzbach und deren Chefarzt Prof. Szurman sehe ich einen wichtigen Puzzlestein auf dem Weg, die AMD besser zu verstehen und zukünftig zu bekämpfen“, so Prof. von Briesen.

Und verrät dabei noch einen ganz persönlichen Bezug zur Freifrau-von-Nauendorf-Stiftung, von dem bisher selbst die Stiftung nichts wusste: „Ich lernte die Gründerin als Kind kennen – sie war die beste Freundin meiner Großmutter.

Über die Augenklinik Sulzbach

Die Augenklinik Sulzbach ist mit weit über 2000 großen Netzhaut-OPs im Jahr Deutschlands größtes Zentrum für Netzhautchirurgie. Das Makulazentrum gehört mit jährlich 11.000 Behandlungen zu den bedeutendsten AMD-Zentren. Chefarzt Prof. Dr. Peter Szurman gilt als international bekannter Spezialist für subretinale Chirurgie (Operationen unter der Netzhaut). Daher gehört Sulzbach zu den ganz wenigen Zentren, die eine chirurgische Behandlung bestimmter AMD-Formen durchführen.

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  • Dr. Stanzel: KK Saar