Linke gegen Boykott der Fußball-WM in Katar

Die Linke spricht sich gegen einen Boykott der Fußball-WM in Katar aus.

Entsprechenden Aufrufen schließe er sich nicht an, sagte der sportpolitische Sprecher der Linksfraktion, André Hahn, der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). Er habe aber großes Verständnis für die zahlreichen Aufrufe zum Boykott der WM in Katar durch die Nationalmannschaft und den Verzicht auf eine Teilnahme als Zuschauer vor Ort wie auch an den Fernsehern.

Er sei „für Dialog statt Boykott“, so Hahn. Nach der Entscheidung, die WM an Katar zu vergeben, seien vor allem durch Druck von Fußball-Fans und Nichtregierungsorganisationen die massiven Menschenrechtsverletzungen in Katar in das öffentliche Bewusstsein gerückt und hätten das Emirat zu Veränderungen vor allem hinsichtlich der Arbeitsbedingungen für die Arbeitsmigranten gezwungen. Er erwarte jetzt nicht nur von den nationalen und internationalen Sportverbänden, „sondern auch von der Bundesregierung, dass die Einhaltung der Menschenrechte als ein nicht verhandelbares Kriterium für den Sport wie auch für Wirtschaft, Handel und andere Formen internationaler Zusammenarbeit gelten muss“, sagte Hahn.



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