Steigende Fallzahlen bei Straftaten zum Nachteil älterer Menschen: Innenminister Reinhold Jost setzt auf stärkere Präventionsarbeit

Innenminister Reinhold Jost hat Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, des Weißen Rings, der Verbraucherzentrale, des Städte- und Gemeindetags, des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit sowie der Banken zu einem Runden Tisch geladen, um gemeinsam über Möglichkeiten zur Verbesserung der Präventionsarbeit in Bezug auf Straftaten zum Nachteil älterer Menschen (SÄM) zu beraten.

Medieninfo vom:
PressRelease vom
07.10.2022
| Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
| Senioren, Polizei, Inneres, Sicherheit und Verteidigung

Steigende Fallzahlen bei Straftaten zum Nachteil älterer Menschen: Innenminister Reinhold Jost setzt auf stärkere Präventionsarbeit

Innenminister Reinhold Jost hat Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, des Weißen Rings, der Verbraucherzentrale, des Städte- und Gemeindetags, des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit sowie der Banken zu einem Runden Tisch geladen, um gemeinsam über Möglichkeiten zur Verbesserung der Präventionsarbeit in Bezug auf Straftaten zum Nachteil älterer Menschen (SÄM) zu beraten.

In den letzten Jahren registrierte die saarländische Polizei steigende Fallzahlen bei Straftaten dieser Art. In der Öffentlichkeit sind in dem Zusammenhang insbesondere Anrufe falscher Polizeibeamter, Anrufe mit falschen Gewinnversprechen sowie der sogenannte „Enkeltrick/Schockanruf“ bekannt.   

Der dadurch verursachte wirtschaftliche Schaden beläuft sich alleine im Saarland im Jahr 2020 auf 981.659 Euro bzw. 522.816 Euro im Jahr 2021.

Die Täterinnen und Täter sind zumeist bandenmäßig organisiert und agieren überregional bzw. international.

Innenminister Reinhold Jost: „Unsere Polizei setzt alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ein, um die Täterinnen und Täter dingfest zu machen. Bedauerlicherweise entwickeln diese immer wieder neue ausgeklügelte Methoden, um ältere Menschen zu betrügen. Die Betroffenen leiden dabei nicht nur am materiellen Verlust, sondern haben meist auch mit weitreichenden psychischen Folgen zu kämpfen. Zudem führt die gestiegene Zahl an Betrugsanrufen zu einer großen allgemeinen Verunsicherung bei den Seniorinnen und Senioren.“

„Es ist äußert perfide, dass die Kriminellen sich ausgerechnet Opfer fortgeschrittenen Alters suchen, die, wie Kinder und Jugendlichen auch, auf den besonderen Schutz der Gesellschaft und des Staates angewiesen sind“, sagte der Minister weiter. „Aus diesem Grund war es mir ein großes Anliegen, mit allen von diesem Thema betroffenen Institutionen in den Austausch zu treten, um die Grundlage für eine öffentlichkeitswirksame, breit angelegte und auf allen Ebenen vernetzte Präventionskampagne zu schaffen, die sowohl potenzielle Opfer als auch die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren soll.“

Die Sensibilisierung soll dabei über verschiedene, möglichst breit gefächerte Mittel und Wege erfolgen. So wurde im Rahmen der Gespräche beispielsweise das Schalten von Anzeigen in diversen Printmedien, im Radio oder auf Werbetafeln als Möglichkeit der Kommunikation benannt.

Auch der Einbezug von Hausärztinnen und -ärzten sowie Apotheken als ergänzende Unterstützung zu den bereits von Kreditinstituten und Seniorensicherheitsberaterinnen und -beratern durchgeführten Maßnahmen wurde als Handlungsoption thematisiert. 
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