Kurioser Einsatz in St. Ingbert: Schlange verirrt sich in Wohnhaus | Regio-Journal


Kurioser Einsatz in St. Ingbert: Schlange verirrt sich in Wohnhaus

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Die Feuerwehr muss auch kuriose Einsätze meistern. Am Donnerstag mussten die ehrenamtlichen Kräfte eine Schlange einfangen.

Gegen 13:20 Uhr kam das Hilfegesuch aus der Straße „Über dem Weiher“ in St. Ingbert-Oberwürzbach: Eine Schlange habe sich in ihr Wohnhaus verirrt.

Die Einsatzkräfte des Löschbezirks Oberwürzbach rückte mit einem Reptilienexperte der Feuerwehr St. Ingbert aus und wurden fündig: Unter einem Schrank stellten sie das Tier fest.

Der Reptilienexperte erkannte das Tier schnell als einheimische Ringelnatter, sodass das Reptil schnell eingefangen und in der Natur ausgesetzt werden konnte.

Über die Ringelnatter

Ringelnattern sind friedfertige Tiere und für Menschen vollkommen ungefährlich„, teilt der NABU mit. Selbst untereinander pflegen die Nattern einen friedfertigen Umgang.

Selbst in der Paarungszeit, wenn gleich mehrere Männchen ein Weibchen umgarnen, kommt es nicht zu Beißereien. Sie ernährt sich meist von Amphibien und halten sich daher besonders gerne in der Nähe von Gewässern auf. Typische Fundorte sind also Bäche, Flüsse, Teiche, Seen, aber auch in Laub- und Kiefernwäldern und künstlichen Halden.

In Deutschland werden die Männchen ca. 75 cm groß, Weibchen werden mit 85 bis 1,50m deutlich größer. Längen über 1,10 m findet man in Deutschland jedoch eher selten.

Am Hinterkopf befinden sich zwei gelbe bis orangefarbene, halbmondförmige Flecken. Auf der meist grauen, teilweise auch bräunlichen oder grünlichen Oberseite befinden sich oftmals vier bis sechs Reihen kleiner schwarzer Flecken„, beschreibt Wikipedia das Aussehen der Tiere.

Die Tiere gelten weithin als scheu und sind vom Aussterben bedroht. Seit einigen Jahren unterliegen die Schlangen dem Schutz durch das Bundesnaturschutzgesetzt – es ist also verboten, Ringelnattern zu stören, fangen oder gar zu töten.

Begegnen Sie einem der Tiere im Freien, reicht meist ein einmaliges Aufstampfen mit dem Fuß, um sie zu vertreiben, sofern ein Rückzugsort vorhanden ist.

Übrigens: Die Tiere versprühen einen extremen Geruch, wenn man sie angreift. Hier sollten Sie unbedingt Vorsicht walten lassen und alte Handschuhe benutzen, die danach entsorgt werden können. Und nicht erschrecken: Üblicherweise gehört zur Verteidigung der Ringelnatter, Scheinangriffe (Kopf hervorschnellen lassen, Mund bleibt geschlossen) zu tätigen und dabei zu fauchen.

Dennoch: Das Tier ist für Menschen ungefährlich.

Nahaufnahme einer Ringelnatter
Nahaufnahme einer Ringelnatter | BIld: winterseitler / Pixabay





Bildquellen:

  • Ringelnatter: winterseitler / Pixabay
  • Ringelnatter: F. Jung / Feuerwehr IGB

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