Saarland: Keine Maskenpflicht mehr bei Busreisen

Das Saarland schafft bei Busreisen die Maskenpflicht am Platz ab. Außerdem können ab Freitag auch in Kinos das bereits aus Theatern und Opern bekannte „Schachbrettmuster“ angewandt werden. Außerdem meldet das Ministerium wenig Impfdurchbrüche - und es droht Ärger in der Landesregierung wegen Kosten für Tests.

Bei Busreisen – nicht im ÖPNV – muss ab 6. August keine Maske am Sitzplatz mehr getragen werden. Außerdem kann in Kinos ebenfalls das Schachbrettmuster bei der Sitzanordnung angewandt werden.

Gesundheitsministerin Bachmann (CDU) appellierte erneut an die Saarländerinnen und Saarländer, sich an die Corona-Regeln zu halten. Die angepasste Verordnung gilt ab 6. August in Kraft und tritt mit Ablauf des 19. August außer Kraft – sofern sie nicht verlängert wird. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland ist wieder leicht angestiegen – die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner lag am Mittwoch bei 25,8, am Vortag bei 22,5.

Wenige Impfdurchbrüche

Im Saarland sind unterdessen nur eine geringe Anzahl an sogenannten Impfdurchbrüchen bekannt. In weniger als 50 Fällen hätten sich bereits vollständig geimpfte Menschen erneut mit Corona infiziert. Dies entspricht einem Anteil von ungefähr 0,01 %. 

Im Saarland sind über 560.000 Menschen vollständig geimpft. 

Im Krankenhaus werden außerdem kaum vollständig Geimpfte wegen einer Coronainfektion behandelt. Nicht einmal zehn Personen wären bisher im Krankenhaus nach einer Impfung erneut mit Corona behandelt worden.

Droht in der Koalition Streit über Kosten von Tests?

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans sprach sich dafür aus, von Ausnahmen abgesehen Schnelltests kostenpflichtig zu machen.

Ausgenommen werden sollten Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliege. Hier seien beispielsweise Schwangere oder Kinder und Jugendliche zu nennen. Für sie sollen die Tests auch weiterhin kostenlos bleiben.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Saar-SPD, Magnus Jung, sagte: „Wir befinden uns aktuell am Anfang einer vierten Welle und können es uns nicht leisten, dass wir Infektionen nicht frühzeitig erkennen, weil sich Bürgerinnen und Bürger aus Kostengründen nicht mehr regelmäßig testen lassen.“ Es sei die Aufgabe der Politik, andere Wege zu finden, Impfskeptiker zu überzeugen.





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