Saarländische Blumenhändler demonstrierten vor der Staatskanzlei

Die saarländischen Blumenhändler und Floristen haben am gestrigen Montag vor der Staatskanzlei gegen die bestehenden Corona-Maßnahmen protestiert und die vollständige Öffnung von Gärtnereien und Blumengeschäften gefordert.

Die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kritisierten, dass ihnen der Verkauf ihrer Ware nur im Außenbereich gestattet sei und im Innenbereich von Gärtnereien strenge Auflagen herrschen. Dies sei vor allem für individuelle Blumensträuße und Trauergestecke ein Problem.

Steigender Konkurrenzdruck werde durch Supermärkte und branchenferne Betriebe verursacht, die Blumen und Pflanzen verkaufen könnten.

Seit Montag dürfen Gärtnereien im Außenbereich Pflanzen verkaufen. Durch Terminshopping kann eine Person im Laden einkaufen, nach vorheriger Terminvergabe.

Die Blumenhändlerinnen und Blumenhändler forderten daher eine vollständige Öffnung der Blumenläden im Saarland unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften. Alternativ sei man auch für eine „Quadratmeterregelung“ offen.

Außerdem fordern sie eine dauerhafte Regelung sowie einen Schutz vor einer erneuten Schließung bei einem neuen Lockdown.

Staatssekretär Henrik Eitel (CDU) nahm die Forderungen entgegen. Er wolle sich für eine „digitale Lösung für den Handel“ einsetzen.

Hoffnung auf Öffnung

Unterdessen berichten erste Medien über einen Stufenplan aus dem Lockdown, der heute beschlossen werden soll. „BusinessInsider“ berichtet, dass der Lockdown bis 28. März verlängert, aber deutlich aufgeweicht werden soll.

Demnach beraten die Ministerinnen und Minister derzeit darüber, ob private Zusammenkünfte mit einem weiteren Haushalt auf maximal fünf Personen ausgeweitet werden.

Je niedriger die Inzidenz im entsprechenden Kreis sei, desto lockerer soll diese Regelung ausgelegt werden können.

Außerdem arbeitet man, so BusinessInsider, an einer Art Korridor an Inzidenzwerten, zwischen dem sich das Leben abspielen können soll, sodass nicht mehr steif an der 35 oder 50er Inzidenz festgehalten werden soll.

Nach den Öffnungsschritten bei Schulen und Friseure werden die verschiedenen weitergehenden Schritte in einzelnen Ländern „legalisiert“. Zudem sollen nun bundesweit Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte einheitlich in allen Bundesländern öffnen dürfen. Voraussetzung sind entsprechende Hygienekonzepte und eine Begrenzung von einem Kunden pro 20 Quadratmeter.

Ob die beschriebenen Vorschläge alle umgesetzt werden, wird heute Abend bekanntgegeben. Wir werden darüber berichten.





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