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Sommertour 2022 Teil 2

Besichtigung der Halde Maybach mit der RAG Aktiengesellschaft

An Tag drei der Sommertour von Bürgermeister Michael Adam stand die Besichtigung der Halde Maybach an. Die Bergehalde wird derzeit für eine Folgenutzung vorbereitet. Rudolf Krumm, Prokurist der RAG Montan Immobilien und Projektleiter Stefan von dem Broch waren vor Ort, um der Sommertour-Gruppe einen Überblick über den aktuellen Stand der Bauarbeiten zu geben.  „Bei Bergenhalden, wie die Halde Maybach ist es generell so, dass man das Niederschlagswasser nicht in diesem künstlichen Körper versickern lassen will, sondern das Wasser soll abgeführt werden“, erläuterte von dem Broch. 2020 wurde damit begonnen, Böden einzubauen und zu verdichten. Damit soll verhindert werden, dass das Regenwasser in den Haldenkörper eindringen kann. Zusätzlich dazu wurde noch ein Regenrückhaltebecken gebaut. Parallel zu dem Entwässerungssystem haben die Planungen zur Sanierung der Haldenflanken begonnen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommertour konnten sich oben auf der Halde einen Überblick über die Flanke Richtung Hühnerfeld verschaffen.

Erkundung Hirschbachgelände

Nach der Besichtigung der Halde in Maybach stand als nächstes Ziel das Hirschbachgelände in Sulzbach auf dem Plan. Rudolf Krumm, Prokurist der RAG Montan Immobilien, gab Auskunft über den aktuellen Stand des Abschlussbetriebsplanverfahrens und zeigte auf einem Plan, wie groß das betroffene Gebiet ist, auf dem die ehemalige Zentralwerkstatt der Saarbergwerke/RAG im Saarland war. „Die Fläche hat eine Größe von acht Hektar und besteht aus den Hallen des ehemaligen Werkstattbetriebes, dem Parkplatz und dem sogenannten Beamtenweiher, der verpachtet ist, an der Grenze zur Goldene Au“, erklärte Krumm. Die Idee ist, eine Folgenutzung mit Gewerbeansiedlungen, aber auch Grünflächen anzugehen. Eine Entwicklung von Gewerbeflächen wäre für das Hirschbachgelände eine mögliche Option, die es jetzt zu klären gilt.

Umbau der Waldschule in Altenwald

Bei der vierten Etappe der Sommertour war die erste Station des Tages der Besuch der Waldschule in Altenwald. Bauamtsmitarbeiter Roman Dörr erläuterte in einer kurzen Zusammenfassung was bisher an Umbaumaßnahmen stattgefunden hat und welche Maßnahmen dieses Jahr noch geplant sind. Der Digitalpakt Schule ist das aktuelle Thema in der Waldschule. Darunter fallen Elektroarbeiten und die Verlegung von Datenkabel, sowie die Installation der Server, die in den Sommerferien abgeschlossen werden, damit zum Schulstart die neuen Smartboards in den Unterricht integriert werden können.

Besuch der neuen Räumlichkeiten von Radio Sulzbach

Die zweite Station nach der Waldschule war der Besuch von Radio Sulzbach in den neuen Räumlichkeiten in der Grubenstraße 5 in Altenwald. Seit Januar dieses Jahres gibt es den Internet- Radiosender. Es handelt sich um ein kleines Hobby-Webradio, das Timo Schneider ins Leben gerufen hat, um die Bürgerinnen und Bürger von Sulzbach mit Informationen, Unterhaltung und Musik passend zur Heimatstadt zu versorgen. Der Besuch im Studio gab einen Einblick, wie weit die Arbeit des kleinen Senders schon vorangeschritten ist. Aktuell ist Timo Schneider damit beschäftigt, den Hörerkreis seines Senders zu erweitern. Sein Ziel ist es, irgendwann vom Web-Radio zum DAB+ Radiosender zu kommen. Interessierte können Radio Sulzbach über das Internet auf den beiden Plattformen Radio.de oder Laut.fm aufrufen, sich über das aktuelle Geschehen der Stadt informieren oder einen bunten Mix guter Musik auf die Ohren legen.

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Bogenschützenanlage Röchlingpark

Das neue Vereinsgelände der Bogensportschule Sulzbachtal war die letzte Station des Tages der vierten Etappe der Sommertour. Peter Gräber, der seit drei Jahren als Trainer tätig ist, berichtete den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Sportart und die Gründung des Vereins mit der Unterstützung der Stadt Sulzbach. „Es ist ein Sport der Körper und Geist vereint. Man braucht viel Konzentration und es gibt viele Bewegungsabläufe die zu berücksichtigen sind“, so Gräber. Neben der Theorie konnten Interessierte der Sommertour-Gruppe auch gleich in der Praxis testen, wie man mit Pfeil und Bogen umgehen muss. Nach Einweisung von Peter Gräber wurden die ersten Pfeile in Richtung Zielscheibe abgefeuert.

Besuch beim BBZ in Neuweiler

Tag fünf der Sommertour begann mit dem Besuch des Berufsbildungszentrums in Neuweiler. Die Schule bildet sowohl in kaufmännischen, als auch technisch-gewerblichen Berufen aus. Am Standort in Neuweiler werden die technischen Fachrichtungen unterrichtet. Schulleiter Josef Paul und sein Team hatten sich in den Schulferien für die Station der Sommertour extra Zeit genommen und sperrten den rund 20 Besucherinnen und Besuchern um Bürgermeister Michael Adam die moderne Bildungseinrichtung auf. Dabei stellte Fachmann Jürgen Angel den Bereich der Versorgungs- und Metalltechnik vor, präsentierte hochmoderne App-gesteuerte Anlagen und erläuterte Lüftungs- und Spülungssysteme. Wolfgang Penth berichtete im Bereich Hydraulik über die Aufgaben der Schülerinnen und Schüler, Volumenströme messen zu lernen und Ventil-Pläne zu konstruieren. Der Bereich der Fertigungs- und Zerspanungstechnik wurde von Werkstatt-Chef Hans-Josef Pfeiler und Dietmar Bär vorgestellt. Hier gab es live an der laufenden CNC-Fräse Informationen zu Programmierung und Ablauf des Fräsvorganges. Auch in der Metallwerkstatt staunten die Gäste über die hochmoderne Technik: Ein komplettes Labor bringt den Schülerinnen und Schülern auf digitalem Weg mit spezieller VR-Brille das Schweißen bei. An der Schneidemaschine zeigte Thomas Stuhlsatz die Laser-Schneidetechnik. Die renommierte Berufsschule bietet neben hochmodernen Laboren und Unterrichtstechniken auch Zusatzqualifikationen an. Die Schule hat derzeit 1700 Schülerinnen und Schüler. 86 Lehrer und weitere zehn Mitarbeiter sind am BBZ tätig.

Stippvisite bei der Vereinsgeschäftsstelle

Die sogenannte Vereinsgeschäftsstelle gibt es seit Anfang Juni 2022 im Gutenberghaus in Sulzbach in der Nähe des Rathauses. Vereinskoordinator Florian Kern freute sich über den Besuch der Sommertour-Gäste mit Bürgermeister Michael Adam. Hintergrund ist, dass bei den Vereinen gerade nach Corona der Wunsch nach engerer gegenseitiger Zusammenarbeit entstanden war. Das Konzept der Geschäftsstelle als Schaltstelle für Kommunikation und Vernetzung soll dieser Idee Rechnung tragen.  Das Konzept wird vom Stadtrat unterstützt und so steht seit einigen Wochen Koordinator Florian Kern mit Sprechstunden, Rat und Tat den Vereinen im Gutenberghaus und darüber hinaus zur Verfügung. Themen sind zum Beispiel die Erstellung einer aktuellen Vereinsliste im Vorfeld, um Austausch überhaupt erst möglich zu machen. „Wir haben drei Ebenen, auf denen Vereinsarbeit stattfinden soll“, erläuterte Kern, „einmal geht es darum, den Vereinen Angebote machen zu können, wie zum Beispiel die Großveranstaltung „Tag der Vereine“ im Mai. In zweiter Ebene sind wir intensiv dabei, eine Plattform im Zuschnitt einer eigenen Webseite aufzubauen. Drittens geht es um Vernetzung, Stichwort Zusammenarbeit und gegenseitige Entlastung“, so Kern. Außerdem verriet er, dass man für den 24. September 2022 derzeit eine interkommunale Laufveranstaltung mit Dudweiler plane. Der Laufparcours soll von Sulzbach nach Dudweiler und zurück als Rundstrecke über den Brennenden Berg führen.

Treffpunkt mit Förster Nils Lesch in Schnappach

In Schnappach ging es um den Landschaftsbereich beim Einstieg in den „Karl-May“-Wanderweg. Der ehemalige Fichtenhain, der dort über 30 Jahre lang am Schürer Weg gelegen war, musste im Vorfeld wegen Borkenkäferbefall abgeholzt werden. Revierförster Nils Lesch erläuterte den 12 Gästen vor Ort das Konzept der Neubepflanzung. Denn der Saarforst Landesbetrieb und der Zweckverband Ruhbachtal haben den betreffenden Offenlandbereich mit dem Anpflanzen von Obstbäumen zwischenzeitlich weiterentwickelt. Außerdem wurden im Rahmen einer weiteren privaten Initiative der Naturfreunde 125 Eichensetzlinge gepflanzt. Jetzt kommt die Fläche landschaftsästhetisch schon wie eine Walderlebniswiese daher. Holzbänke und ein sogenannter Klangbaum, hegestellt von Schülerinnen und Schülern der Waldorfschule Johannisschule in Bildstock, verschönern außerdem die Landschaft. Die neu kultivierte Fläche soll sich außerdem als offene Freifläche mitten im Buchenrevier zu einer Oase für Insekten entwickeln. Bürgermeister Michael Adam und die anwesenden Besucherinnen und Besucher stellten viele Fragen auch zum Thema Trockenheit und Klimaveränderung, was an einigen ausgeformten Buchen sichtbar wurde. „Wir haben derzeit massive Probleme mit der Altbuche im Alter von rund 120 Jahren.  Gerade weil es der Buche die letzten Jahre so gut ging in Sachen Versorgung über die Böden, sich daher keine Tiefwurzeln bilden mussten, leidet sie gerade jetzt besonders hart durch die Trockenheit“ so Lesch.

Besichtigung der Musikschule Sulzbach-/Fischbachthal

Finale Station des Sommertour 2022 war der Besuch der Musikschule. Petra Pabst, langjährige Mitarbeiterin der renommierten Bildungseinrichtung, empfing die Besucherinnen und Besucher. Während eines Rundganges durch das Gebäude, erfuhren die Gäste Vieles über Aufbau, Verwaltungsstruktur und Geschichte der Schule: Gegründet 1968, kam seit 1989 die Gemeinde Quierschied als weiterer Träger hinzu. Die beiden Gemeinden sind seither in der Form eines Zweckverbandes gemeinsame Träger der Musikschule. Die Schule hat sich vom Gründungstag an zu einer der bedeutendsten kulturellen Einrichtungen für das Sulzbach- und das Fischbachtal entwickelt. Unter der Leitung von Musikschulleiter Uwe Brandt wurde sie zu einer hochkarätigen Adresse für junge Musikbegeisterte. Hochqualifizierte Lehrkräfte, gewachsene Strukturen, ein engagierter Förderkreis und Elternbeirat sind die Zutaten für den Erfolg der Einrichtung. Derzeit erteilen 24 Lehrkräfte an der Musikschule Unterricht für insgesamt 369 Schülerinnen und Schüler und 11 Ensembles. „Unsere jüngste Schülerin aus dem Bereich der musikalischen Früherziehung ist 18 Monate alt, die älteste ist 80 Jahre alt und im Orchester-Ensemble“, verriet Pabst. Mit eigenen Fördermaßnahmen wie der Initiative „KOSMUS“, die wirtschaftlich benachteiligte Kinder von sechs bis fünfzehn Jahren den kostenlosen Einstieg in das Leistungsangebot der Musikschule ermöglicht, über die Dr.-Monika-Meisch-Stiftung, die Begabungen früh erkennen und individuell fördern möchte, bis hin zum Bernd Rose Stipendium, bei dem es um die Unterstützung von bedürftigen Kindern und Musikschul-Projekten in Sulzbach geht, eröffnet die Musikschule Möglichkeiten für musikbegeisterte junge Menschen.