Chancen auf Lärmschutz an A623 steigen

Seit Jahrzehnten diskutiert man in Sulzbach über das Thema „Lärmschutz“ im Wohngebiet nahe der A623. Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen.

Seit Jahrzehnten diskutiert man in Sulzbach über das Thema „Lärmschutz“ im Wohngebiet nahe der A623. Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen.

Nach Regio-Journal vorliegenden Informationen wurde in einer „schalltechnischen Untersuchung“ der Lärmpegel zwischen dem Autobahndreieck Friedrichsthal und der Anschlussstelle Camphausen neu berechnet.

In Spitzenzeiten fahren mehr als 4000 Fahrzeuge pro Stunde über die A623 und machen „jede Menge Lärm“, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses präsentierte Jochen Hahn, Leiter des Fachbereichs Sonderplanung beim LfS, die Ergebnisse. Und die Ausführungen von Hahn geben Hoffnung, dass jetzt doch Lärmschutzmaßnahmen kommen könnten.

In der Gesamtbeurteilung der Situation sieht Jochen Hahn Bedarf für eine Verbesserung des Lärmschutzes entlang der A 623. Teilweise sei der Lärmpegel sehr hoch. In Bereich Hühnerfeld und Sulzbach hält er eine Verbesserung des aktiven Lärmschutzes für wirtschaftlich durchführbar. Am Klaraschacht und Altenwald seien passive Maßnahmen zu bevorzugen. Geschwindigkeitsreduzierung, so der Mann vom LfS, blieben auf A 623 ohne nennenswerte Effekte. Im Bereich der Grühlingstraße sowie der Tal- und Wiesenstraße in Altenwald haben die Berechnungen nach Angaben von Hahn Überschreitungen der zulässigen Werte an zwölf Gebäuden am Tag und 22 in der Nacht ergeben.

Eine Lärmschutzwand sei hier aus Platzgründen wohl nicht umsetzbar, sei auch von den Bürgern vor Ort bei einer früheren Bürgerversammlung abgelehnt worden.

In Hühnerfeld gibt es nach Auskunft von Hahn Überschreitungen an sechs Gebäuden am Tag und  36 in der Nacht in der Grühling-, der Josef- und der Knappenstraße sowie am Quierschieder Weg. Hier sei aktiver Lärmschutz sinnvoll.

Die Kosten für den Lärmschutz liegen nach Schätzungen bei ca. 2,6 Millionen Euro.

Aber auch für Sulzbach-West erachtet Jochen Hahn einen Lärmschutz für sinnvoll. Hier sind der Quierschieder Weg, die Parkstraße, der Kieselborn und die Richard-Wagner-Straße betroffen.

Dort werden die Werte nach den Berechnungen an sechs Gebäuden am Tag beziehungsweise 35 in der Nacht überschritten. Die Kosten für den Bau des Lärmschutzes gab der Mann vom LfS mit 1,3 Millionen Euro an.

Bis die Maßnahmen umgesetzt werden können, dürften aber noch Jahre ins Land gehen. Ab 1. Januar 2021 sei die neue „Autobahn GmbH“ für die Umsetzung zuständig – und nicht mehr das LfS.

Für Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam (CDU) dennoch erfreuliche Nachrichten: „Es hat sich ausgezahlt, dass die Stadt immer wieder an der Sache dran geblieben ist“, sagte Adam.





Bildquellen:

  • A623 Sulzbach: Stadt Sulzbach

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