Kommentar: „Heimat shoppen darf nur der Anfang sein…“

Der Herausgeber vom Regio-Journal, Tobias Altherr, hat auch eine Meinung zur Aktion "Heimat shoppen" in Friedrichsthal. Wie er über die Aktion denkt, welche Lehren er daraus ziehen möchte und wie es seiner Meinung nach weiter gehen sollte, können Sie in seiner Kolumne nachlesen.

Der Herausgeber vom Regio-Journal, Tobias Altherr, hat auch eine Meinung zur Aktion „Heimat shoppen“ in Friedrichsthal. Wie er über die Aktion denkt, welche Lehren er daraus ziehen möchte und wie es seiner Meinung nach weiter gehen sollte, können Sie in seiner Kolumne nachlesen.

Die Aktion Heimat shoppen darf für Friedrichsthal nur der Anfang einer Entwicklung sein. Einer Entwicklung, die längere Zeit in Anspruch nehmen wird und bei der nicht nur Einzelne „ihr Ding“ machen dürfen.

Zwei Aktionstage im Jahr reichen nicht aus, um Unternehmen am Ort zu halten und reichen auch nicht aus, um die Wirtschaft am Standort Friedrichsthal zu entwickeln. Um eine Entwicklung voranzutreiben braucht es mutige Ideen, Kreativität und Einsatzbereitschaft von allen Seiten.

Hierzu dürfen nicht nur die Unternehmen zählen, sondern auch Kunden, Vereine und Ehrenamtler. So kann es meiner Meinung nach nicht sein, dass Vereine finanzielle Unterstützungen von Unternehmen beziehen, aber die Vereinsmitglieder die unterstützenden Unternehmen nicht bei ihren Einkäufen berücksichtigen.

Es kann ebenso wenig sein, dass Unternehmer am Ort ihr Geld verdienen, aber nicht bereit sind, sich für das Gemeinwohl einzusetzen.
Kunden, also die Bürger der Stadt sollten hingegen die stationären Läden nicht als „Probe- und Informationsplattform“ nutzen, sondern den Handel vor Ort mit Einkäufen oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen unterstützen.

Ein wirtschaftliches Wachstum kann nur gemeinschaftlich erreicht werden. Hierzu sollte jeder seine individuellen Fähigkeiten mit einbringen können. Natürlich ist es nicht möglich, vollständig auf Internethandel oder Großmärkte zu verzichten.

Auch würde ich es mir nicht anmaßen, Ihnen vorzuschreiben, wo Sie ihre Einkäufe tätigen. Ich möchte Sie, liebe Leserin oder Leser jedoch bitten, darüber nachzudenken, ob Sie an einer lebendigen Stadt interessiert sind. Ich möchte Sie fragen, ob Sie sich mit Nachbarn gemeinsam bei Sportveranstaltungen über die Leistungen ihrer Kinder erfreuen möchten oder auch, ob Sie im Falle einer Magenverstimmung den schnellen Weg in die Apotheke vor Ort oder die Lieferung per ausländischer Online-Apotheke inklusive zwei Euro Ersparnis sowie zwei Tagen Lieferzeit wählen.

Ich würde mich freuen, wenn durch den Startschuss der Aktion „Heimat shoppen“ das „Wir“-Gefühl in Friedrichsthal gestärkt wird und wir gemeinsam unsere Stadt, unsere Unternehmen, Vereine und Gemeinschaft weiter vorantreiben und zum positiven entwickeln.





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