Fahrplanänderungen der NVG sorgt für Unmut

Bushaltestelle, über dts

Eine Fahrplanänderung der Neunkircher Verkehrs-Gesellschaft NVG sorgt seit Ende des vergangenen Jahres für Unmut in Friedrichsthal. Antworten bleibt das Unternehmen schuldig.

Zum Jahresbeginn wurden bei der NVG offenbar Buslinien gestrichen und umgelegt. Dies berichtet uns Daniel Jung, der Fraktionsvorsitzende der CDU Stadtratsfraktion: „Die Neunkircher Verkehrsgesellschaft (NVG) hat kurz vor Weihnachten eine Änderung ihrer Fahrpläne zum 1.1.23 vorgenommen und dabei die Fahrten von und nach Friedrichsthal massiv reduziert und die Fahrzeiten drastisch geändert“. Als Folge „müssten z.B  die Schulkinder im besonders betroffenen Ostschacht eine 3/4 Stunde früher auf den Bus und ab dem frühen Morgen fahren dort bis zum späten Abend auch keine Buse mehr, so dass auf den öffentlichen Busnahverkehr angewiesene Personen, z.B. Senioren ohne Fahrmöglichkeit tagsüber mit dem Bus weder zum Arzt oder zur Apotheke oder zum Einkaufen in die Stadt fahren können“, so Jung weiter.

Der CDU-Vorsitzende führte weiter aus, dass die Fraktion der CDU Kontakt zur NVG gesucht habe und man dieses Problem lösen möchte, nötigenfalls auch per Resolution im Stadtrat, die den Bürgermeister auffordern solle, sich für die Betroffenen einzusetzen.

Die Änderungen sollen, so geht aus dem Schreiben der CDU vor, so desaströs kommuniziert worden sein, dass die Fahrplanänderungen erst nach Inkrafttreten auf der Website des Unternehmens veröffentlicht wurden.

Durch die Änderungen soll es am Ostschacht werktags zwischen 8:44 und 20:44 Uhr keinen Busverkehr der NVG mehr geben und Schulkinder nun 45 Minuten früher, um 6:44 Uhr den Weg zur Schule an der Ostschachtsiedlung antreten.

Anfrage bleibt unbeantwortet

Nachdem unser Magazin von diesem Missstand erfahren hat, nahmen wir Kontakt zur NVG sowie zur Stadtverwaltung auf. Die Anfrage bei der NVG blieb bisher unbeantwortet. Die Stadtverwaltung meldete sich in Form von Bürgermeister Jung zurück. Jung erklärte, dass die Stadtverwaltung nicht über die Änderung informiert wurde. Dies sei jedoch übliches Vorgehen. Jung: „Der 1. Beigeordnete, Peter Bickelmann, wurde bereits kurz nach Jahresbeginn von Mitbürgern angesprochen. In Zusammenarbeit mit zuständigen Mitarbeiter Herr Dittgen versuchen wir mittlerweile seit deutlich über einer Woche eine Stellungnahme der NVG zu erhalten, um einen Überblick über die Änderungen zu erhalten – bisher erfolglos“.

Jung führte aus, dass es offenbar zu Zeitplankonflikten kam, weswegen die Anpassungen vorgenommen wurden. Der Bürgermeister weiter: „Wir wollen diese Änderungen in der Form nicht akzeptieren!“.

Derzeit keine Alternative

Eine sinnvolle Alternative Lösung scheint es derzeit nicht zu geben. Viel mehr schweigt die NVG offenbar gegenüber der Fraktion der CDU, der Stadtverwaltung und der Presse. Laut Bürgermeister Jung wurde jedoch nicht eine mangelnde Auslastung als Grund für die Kürzung angegeben, sondern Verspätungen bei An- und Abkunftzeiten. Dies sollte jedoch Sache des Unternehmens sein und nicht der Kunden.

Einfach zig Haltestellen und Verbindungen zu streichen, kann nicht die Lösung für Verspätungen sein.

Wir werden an dieser Sache dranbleiben und versuchen umfassend zu berichten.