Digitalisierung in Grundschulen – Tablets in zahlreichen Gemeinden angeschafft | Regio-Journal


Digitalisierung in Grundschulen – Tablets in zahlreichen Gemeinden angeschafft

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In Zeiten von Homeschooling rückt das Thema Digitalisierung zunehmend in den Fokus. Dies wurde, wie gerade in der Pandemie vor Augen geführt wird, jahrelang vernachlässigt. Jetzt schaffen Kommunen Tablets an.

Auf Basis einer Regio-Journal-Anfrage äußerten sich mehrere Kommunen über die Beschaffung der Geräte.

In Sulzbach wurden demnach insgesamt 116 Tablets angeschafft. Die Pressestelle der Stadt teilte mit, dass bereits im ersten Lockdown der Bedarf in den Grundschulen der Stadt ermittelt wurde. Danach habe man 35 Tablets aus dem Pool des Landes beschafft. Weitere 81 Geräte würden mit hundertprozentiger Förderung durch den „Digitalpakt Schule Saarland“ finanziert.

Außerdem sollen die beiden Grundschulen, die Mellin- und Waldschule an das Gigabit-Netz angeschlossen werden. Der Zweckverband eGo-Saar und die Staatskanzlei des Saarlandes haben hierzu das Projekt „Gigabitpakt Schulen Saar“ gestartet. Die beiden hiesigen Grundschulen wurden nach Angaben der Stadt Sulzbach in das Ausbauprogramm aufgenommen und sollen einen geförderten Anschluss an das Gigabitnetz erhalten.

Für die Sulzbacher Grundschulen soll die Glasfaser-Erschließung im Frühjahr 2021 beginnen. Die Ausbauphase ist im Sommer kommenden Jahres geplant, so dass im März 2022 die Inbetriebnahme erfolgen könnte.

Zu diesem gesamten Maßnahmenpaket hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung Ende des Jahres 2020 seine Zustimmung erteilt.

Bürgermeister Michael Adam: „Die Digitalisierung unserer Grundschulen ist eine riesige Aufgabe, aber für eine zukunftssichere Bildung unserer Kinder unabdingbar. Wir stellen uns dieser Aufgabe. Auf diesem Weg sind wir in Sulzbach schon weit vorangeschritten.“

In der Gemeinde Quierschied wurden 42 Tablets über das Sofortausststattungsprogramm des Bundes beschafft. Die Geräte wurden zu 90 Prozent durch den Bund sowie zu 10 Prozent vom Land finanziert. Die Gemeinde Quierschied musste keinen Eigenanteil bei der Beschaffung leisten. Derzeit würden die Geräte eingerichtet, Eltern und Erziehungsberechtigte könnten Anträge für die Nutzung eines solchen Gerätes an die Gemeinde stellen. Das entsprechende Antragsformular wird per Post zugestellt und kann online auf www.quierschied.de heruntergeladen werden. Schülerinnen und Schüler, die von der Zahlung des Entgelts für die Schulbuchausleihe befreit sind, werden vorrangig ausgestattet.

Bürgermeister Lutz Maurer: „Ich freue mich sehr, dass endlich Bewegung in diese Sache gekommen ist. Die Corona-Pandemie hat das Schulsystem und das Lernen von Zuhause aus vor große Herausforderungen gestellt. Mit den modernen Tablet-PCs können wir endlich allen Schülerinnen und Schülern die Teilhabe am Online-Unterricht ermöglichen“.

Auch in Schiffweiler wurden 50 Tablets angeschafft. Der Bezugspreis lag nach Angaben der Gemeinde bei 16.000 Euro, die vollständig von Bund und Land übernommen wurden. „Aufgrund der Förderung hatte die Gemeinde keinen Eigenanteil beim Anschaffungspreis“, teilte uns die Pressestelle der Gemeinde auf Anfrage mit.

Die Tablets wurden für die drei Grundschulen der Gemeinde angeschafft: Die Walter-Bernstein-Grundschule in Schiffweiler, die Grundschule Landsweiler-Reden und die Grundschule in Heiligenwald.

In der Gemeinde Spiesen-Elversberg wurden 71 Tablets angeschafft. Diese stammen aus dem „Digitalpakt Schule Saarland“ sowie dem „Sofortausstattungsprogramm“ des Bundes. „Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie mit einhergehenden Schulschließungen oder Quarantänefällen wird die Digitalisierung immer wichtiger. Die Lieferung der Tablets ist nun ein erster und wichtiger Schritt für unsere Grundschulen in Spiesen-Elversberg“, teilte Bürgermeister Bernd Huf mit. Auch er berichtet, dass die Investition durch 90-prozentigen Zuschuss aus Bundes- sowie zehn Prozent aus Landesmitteln stammen, sodass keine Kosten für die Gemeinde entstanden.

Nach sieben Tagen antwortete uns auch die Stadtverwaltung Friedrichsthal als letzte der befragten Verwaltungen mit der Information, dass 25 Tablets pro Schule angeschafft wurden und der Stadt aufgrund der Finanzierung aus Landesmitteln keine Kosten entstanden sind.





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