St. Wendel und Marpingen schaffen Servicestelle für gemeinsames Rechenzentrum

Seit Sommer war klar: Die Kreisstadt St. Wendel und die Gemeinde Marpingen wollen einen gemeinsamen Betrieb einer Serverinfrastruktur für das digitale Dokumentenmanagement. Jetzt wurde mit der Servicestelle ein erster Schritt getan.

Die Digitalisierung ist ein immer wichtigerer Faktor im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben. Gerade die vergangenen Monate verdeutlichten noch einmal, wie wichtig die Transformation von Daten auch für die öffentliche Hand ist. Hierzu gibt es gesetzliche Vorgaben, die Bund, Länder und Kommunen verpflichten, zahlreiche Verwaltungsleistungen künftig digital anzubieten. Dies reicht von Anträgen und Bearbeitung bis hin zur Bezahlung.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschloss man im Sommer in einem Grundsatzbeschluss, einen gemeinsamen Betrieb des „digitalen Dokumentenmanagements“ anzustreben. Betrieb und Wartung einer Serverfarm soll dabei gemeinsam umgesetzt werden. Aus Kostengründen und zur Nutzung weiterer Synergieeffekte schlugen die Kreisstadt St. Wendel und die Gemeinde Marpingen vor, mit ihren IT-Experten zu diesem Zweck eine gemeinsame Servicestelle zu schaffen und zu unterhalten. Diese hat die Aufgabe, die Serverinfrastruktur in einem gemeinsamen Rechenzentrum aller Gemeinden des Landkreises zu betreuen.

Zu ihren Aufgaben gehören dabei unter anderem die Konzeption, Wartung und Pflege des Rechenzentrumsbetriebes sowie die Pflege und Wartung des Dokumentenmanagements“, teilt die Kreisstadt St. Wendel mit.

Außerdem soll die Servicestelle Ansprechpartner bei Fragen der Fachadministratoren sein. Die hierzu notwendigen Glasfaseranschlüsse und Internetverbindungen sind ebenfalls Teil des Projektes.

Die Aufgaben dieser Servicestelle wurden in einem Supportkonzept festgehalten und in Form einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung vertraglich festgelegt.

Auf die Rechenzentrumsleistung können dann alle St. Wendeler Kommunen zugreifen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro für fünf Jahre.

Davon werden rund 500 000 Euro im ersten Jahr vom saarländischen Ministerium für Inneres, Bauen und Sport aus Fördermitteln übernommen.

St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) sagte: „Auf Kreisebene haben wir uns deshalb lange mit diesem Thema befasst und versucht, einen Weg zu finden, der für alle, auch die kleineren Kommunen, gangbar ist. Als größter Partner im Kreis war dabei für uns die Frage, wie wir am effektivsten helfen können. Gemeinsam mit Marpingen haben wir uns deshalb darum gekümmert, diese verantwortungsvolle Aufgabe nachhaltig für die Zukunft zu übernehmen“ und sein Marpinger Bürgermeisterkollege Volker Weber (SPD) ergänzt: „Es ist uns durch viele Abstimmungsgespräche gelungen, ein neues, gemeinsames Dokumentenmanagementsystem für alle Kommunen im Landkreis St. Wendel umzusetzen. Wir freuen uns nun auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Stadt St. Wendel beim Aufbau der IT-Servicestelle für alle Landkreis-Kommunen“.





Bildquellen:

  • IKZ Wnd Marp RZ: Kreisstadt St. Wendel / Josef Boneberger

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