Mit der Koksgaseindüsungsanlage verringert Dillinger und Saarstahl ihre CO2-Emissionen | Bild: Dirk Martin, Saarstahl
Mit der Koksgaseindüsungsanlage verringert Dillinger und Saarstahl ihre CO2-Emissionen | Bild: Dirk Martin, Saarstahl

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans und die saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger besuchten den Standort und informierten sich über das Vorgehen.

Der Ministerpräsident äußerte sich am Rande der Veranstaltung: „Die heutige Inbetriebnahme ist ein wichtiges Signal für den Stahlstandort Saarland. Damit ist das Saarland Vorreiter einer klimaschonenden Stahlproduktion. Die neue Koksgaseindüsung ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer CO2- neutralen Stahlproduktion“.

Wir sind bereit für die Transformation zu grünem Stahl!“, betont der Vorstandsvorsitzende von Dillinger und Saarstahl Tim Hartmann. „Diese Investition untermauert: Saarstahl und Dillinger sind startklar für die nächsten großen Schritte auf dem Weg zur Produktion von grünem Stahl.“

Was passiert technisch?

In Dillingen wird mit der neuen Anlage erstmalig in Deutschland im Regelbetrieb Wasserstoff als Reduktionsmittel im Hochofen eingesetzt. Dies wird durch die Eindüsung von wasserstoffreichem Koksgas umgesetzt.

Hierdurch wird die CO2-Emission verringert. Außerdem sammelt das Unternehmen wichtige Erfahrungen im Einsatz von Wasserstoff bei der Stahlerzeugung.

Weg zur Produktion von grünem Stahl und dem schonenden Einsatz von Ressourcen. Die CO2-Emission am Hochofen kann verringert werden, indem der Wasserstoff den Kohlenstoff als Reduktionsmittel und Energieträger im Hochofen ersetzt.

Damit sind bereits heute die Bedingungen geschaffen, die Hochöfen in Zukunft im Rahmen der technischen Möglichkeiten mit grünem Wasserstoff betreiben zu können“, teilt Dillinger weiterhin mit.

Zukünftig soll, so Dillinger, die Stahlherstellung rein auf Wasserstoff basieren, Vorraussetzung sei hierfür jedoch, dass „in Zukunft grüner Wasserstoff an der Saar in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Konditionen zur Verfügung stehen wird“.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), selbst Saarländer, sagte: „Stahl muss auch künftig im Saarland hergestellt werden. Dafür setze ich mich als Bundeswirtschaftsminister ein. Die Bundesregierung wird die Stahlindustrie beim Übergang zur klimafreundlichen Stahlproduktion eng begleiten und tatkräftig unterstützen.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) ergänzt: „Die innovative Technologie der neuen Anlage ist ein wegweisender Schritt in Richtung einer zukünftig wasserstoffbasierten Eisen- und Stahlherstellung. Hierbei gehen Ressourceneffizienz und Umweltschutz Hand in Hand. So ist nicht nur für die im Saarland existenziell wichtige Stahlindustrie heute ein guter Tag. Vielmehr ist der Weg zu einer nachhaltigen Industrie auch ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel. Dabei schreiten wir als Vorbild voran.“

Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) abschließend: „Die saarländische Landesregierung wird sich in Berlin und Brüssel für die Interessen unserer Stahlindustrie einsetzen.“     

Stahlbranche unter Druck

Die Stahlbranche bundesweit, aufgrund der Historie aber insbesondere im Saarland, steht unter Druck. Es geht darum CO2 einzusparen, um auch zukünftig EU-Vorgaben einzuhalten. Bis die Transformation der saarländischen Stahlindustrie zum Wasserstoffbetrieb abgeschlossen ist, werden Milliardensummen notwendig sein.



Bildquellen

  • Peter Altmaier: Dirk Martin, Saarstahl
  • Koksgaseindüsungsanlage: Dirk Martin, Saarstahl
  • Saarstahl Wasserstoff: Dirk Martin, Saarstahl
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