„Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2022“ der Bertelsmann Stiftung

Das Saarland investiert massiv in frühkindliche Bildung und setzt dabei auf den Dreiklang aus vollständigem Abbau der Kita-Elternbeitrage, Förderung des Kita-Platzausbaus sowie Verbesserung der Kita-Qualität.

Medieninfo vom:
PressRelease vom
20.10.2022
| Ministerium für Bildung und Kultur
| Kindergärten, Horte und Krippen, Bildung

„Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2022“ der Bertelsmann Stiftung

Das Saarland investiert massiv in frühkindliche Bildung und setzt dabei auf den Dreiklang aus vollständigem Abbau der Kita-Elternbeitrage, Förderung des Kita-Platzausbaus sowie Verbesserung der Kita-Qualität.

Der Krippen- und Kita-Platzbedarf saarländischer Familien kann gegenüber 2021 erneut besser beantwortet werden, insbesondere bei Kindern ab drei Jahren. Gerade lange Betreuungszeiten über 35 Stunden pro Woche werden im Saarland bedarfsgerecht angeboten und entsprechend genutzt. Die Studie bescheinigt dem Saarland eine vergleichsweise gute Personalsituation in den Kitas, markiert aber auch Entwicklungsbedarfe.

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot erklärt hierzu: „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel in die frühkindliche Bildung und Betreuung investiert. Dabei setzen wir als Land auf den Dreiklang aus gleichzeitigem Abbau der Elternbeiträge, der Förderung des Kita-Platzausbaus und Verbesserung der Kita-Qualität. Mit dem neuen Kita-Gesetz haben wir eine sehr gute Grundlage, um bestehende Herausforderungen in den Einrichtungen gemeinsam mit der Trägerseite zu lösen. Jetzt geht es darum, den neuen gesetzlichen Rahmen konsequent mit Leben zu füllen – also die Möglichkeiten zusätzlicher Personalisierung auch auszuschöpfen. Dazu beraten wir die Träger intensiv und tragen einen erheblichen Teil der Personalkosten. Gleiches gilt für den Platzausbau, den wir gemeinsam mit den Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken als zuständigen Jugendhilfeträgern vorantreiben, um sie in der Einlösung des Rechtsanspruchs zu unterstützen.“

Das Saarland hat die Ausbildungskapazitäten Pädagogischer Fachkräfte in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut und insbesondere mit der vergüteten Praxisintegrierten Erzieher:innenausbildung (PiA) eine weitere attraktive Ausbildungsform neben der vollschulischen Ausbildung geschaffen. Mit dem neuen Kita-Gesetz – dem Saarländischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsgesetz (SBEBG) – zielt das Land vor allem auf bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in den Einrichtungen und erweitert den Kreis der in Kitas einsetzbaren Fachkräfte. Zur Entlastung der Teams können kurzfristig Kita-Ergänzungskräfte eingestellt werden, ebenso Fachkräfte mit anderen Schwerpunkten wie beispielsweise Ergo-, Logo-, Physiotherapie oder Ernährungskunde. Das Land trägt einen erheblichen Teil der Kita-Personalkosten, voraussichtlich insgesamt rund 140 Millionen Euro in 2022.

Das Land fördert Investitionen der Träger in Kita-Plätze in der Regel mit 40 % der förderfähigen Gesamtkosten. Im Jahr 2022 stehen für Investitionen in den Kita-Platzausbau insgesamt rund 22 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung – das entspricht mit Trägermitteln insgesamt rund 55 Millionen Euro landesweit. Nach der aktuellen Geschäftsstatistik zur Versorgungsquote vom 1. März 2022 beträgt die aktuelle Versorgungsquote landesweit hinsichtlich der Betreuungsplätze für die rund 25.000 Kinder unter 3 Jahren in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege rund 35 %. Die Versorgung mit Kindergartenplätzen ist im landesweiten Durchschnitt für die rund 34.000 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren (Ü3) zu 90 % gewährleistet.
Medienansprechpartner

Lukas MünninghoffReferatsleiter M1 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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