Ford entscheidet sich gegen Saarlouis

Die Entscheidung ist gefallen. Nach einem monatelangem Hin und Her hat sich der Autobauer Ford nach einem spanischen Medienbericht gegen den Standort Saarlouis entschieden. Ob es Alternativen für das Saarland gibt, ist unklar.

Die Entscheidung ist gefallen. Nach einem monatelangem Hin und Her hat sich der Autobauer Ford nach einem spanischen Medienbericht gegen den Standort Saarlouis entschieden. Ob es Alternativen für das Saarland gibt, ist unklar.

Spanische Medien berichten über die Entscheidung, dass Ford zukünftig zwei Elektroautos in Valencia bauen wird. Die Zeitung „A Punt“ beruft sich auf die spanische Wirtschaftsminierstin Reyes Maroto, die mit Ford am Verhandlungstisch saß.

Weitere Details zu der Entscheidung wurden bisher nicht bekannt. Auch nicht, ob es für den Standort Saarlouis eine Zukunft gibt.

Im Saarland stehen seit Monaten rund 4600 Angestellte bei Ford sowie mehr als 2000 Beschäftigte bei Zulieferern „im Feuer“.

Knallhart-Kritik im Landtag

Dass es um den Standort Saarlouis nicht gut stand, war abzusehen. Zu hart war die Kritik im Landtag. Die Knallhart-Kritik am Ford-Management kam vom SPD-Fraktionschef Ulrich Commercon, der von einer „asozialen Marktwirtschaft“ sprach und das Vorgehen des Ford-Managements eine „Schande“ nannte. 

Commercon sagte, dass Ford tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Saarlouis und Valencia gnadenlos gegeneinander ausgespielt habe, man habe existenzielle Ängste geschürt und Menschen um den Schlaf gebracht.

Die Landesregierung habe bereits unter der GroKo nicht nur „irgendein Angebot“ vorgelegt, so der CDU Chef Toscani. Man habe das „Beste“ Angebot gemacht. 

Regierungschefin Rehlinger sagte, man habe Ford ein Angebot unterbreitet, dass in einer Größenordnung „näher an einer Milliarde Euro, als an 500 Millionen“ lag. Und weiter: „Die Verantwortung von Ford endet nicht heute und auch nicht 2025.“ Man werde Ford in die Verantwortung nehmen.

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