Arbeitskammer fordert Aufstockung und Verlängerung von Corona-Elterngeld

Eltern spielen mit ihren Kindern
Zwei Kinder malen, die Eltern beobachten (Symbolbild) | Bild: Regio-Journal
Die Arbeitskammer des Saarlandes fordert angesichts des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens eine Aufstockung und Verlängerung der Corona-Eltergeld-Regelung.

In der aktuellen Situation ist es notwendig, die Regelungen zum so genannten Corona-Elterngeld zu überdenken. Die Bezugsdauer von zehn Wochen pro Elternteil muss auf jeden Fall verlängert werden. Und das Corona-Elterngeld muss dringend aufgestockt werden“, fordert Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes. Außerdem sollte die Zahl der Kinderkrankentage zeitweise erhöht und ein vereinfachter Zugang zum Kinderkrankengeld ermöglicht werden.

Wegen der steigenden Zahl an Schulklassen die in Quarantäne müssen, steige auch die Herausforderung an Eltern, so die Arbeitskammer.

Die Arbeitskammer erklärt: „Eltern von Kindern bis zum 12. Lebensjahr haben für diesen Fall nach dem Infektionsschutzgesetz einen Anspruch auf Entschädigung für ihren Verdienstausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung zuhause. Aber nur für maximal zehn Wochen pro Elternteil (20 Wochen bei Alleinerziehenden) und nur in Höhe von 67 % des Nettoeinkommens und begrenzt auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro.“

Viele Eltern haben diesen Anspruch aber bereits in den vergangenen Wochen und Monaten verbraucht oder werden es bald. Deshalb ist es aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens dringend notwendig, den Bezugszeitraum zu verlängern“, betont Otto.

Arbeitskammer fordert Aufstockung des Corona-Elterngeldes

Wir fordern außerdem, das Corona-Elterngeld ähnlich wie beim Kurzarbeitergeld aufzustocken. Diese Regelung ist längst überfällig und würde vor allem die Familien entlasten, die in den vergangenen Wochen und Monaten sehr unter den Auswirkungen der Corona-Krise gelitten haben und starke finanzielle Einbußen hinnehmen mussten“, so Otto. 

Weiterhin seien die Kinderkrankheitstage ein Problem. Angesichts der derzeitigen Infektionsentwicklung sei davon auszugehen, dass viele Kitas Kinder auch nur wegen eines Schnupfens oder einer leichten Erkältung nach Hause schicken würden.

Trotz Hinweisen des saarländischen Gesundheitsministeriums, wie in solchen Fällen mit den Kindern umgegangen werden solle, liege die Entscheidung am Ende bei den Kitas selbst: „Deshalb ist es dringend geboten, die Krankheitstage wegen der Corona-Pandemie zu erhöhen und einen vereinfachten Zugang zum Kinderkrankengeld zu schaffen. Sonst drohen erneute herbe Einkommensverluste für die Familien“, so Otto abschließend.

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Bildquellen:

  • Eltern mit Kindern: Regio-Journal