Ablauf zum digitalen Impfpass im Saarland



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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat heute den digitalen Impfnachweis vorgestellt. Wie bereits geimpfte Personen im Saarland an ihren Nachweis kommen, ist indes unklar.

Wie es um den digitalen Impfnachweis im Saarland steht, ist unklar. Bereits zwei Anfragen unserer Redaktion beim saarländischen Gesundheitsministerium wurden nichtssagend beantwortet.


Bereits am 21. Mai versuchten wir Informationen über den Ablauf zum digitalen Impfnachweis zu erhalten. Zu diesem Zeitpunkt war kein Datum für die Einführung bekannt.

Klar war, dass nach der Einführung jedoch direkt am Checkout nach der Impfung der digitale Impfnachweis zusätzlich zum klassischen „Kleber“ im Impfbuch angeboten wird.

Eine neuerliche Anfrage am Mittwoch wurde uns nichtssagend beantwortet. „Zurzeit laufen noch die finalen Abstimmungsgespräche mit der Firma IBM, mit dem RKI sowie der Kassenärztlichen Vereinigung und der Apothekerkammer“, so die Stellungnahme des saarländischen Gesundheitsministeriums.

Unsere Fragen nach einem geplanten Einführungsdatum und Aussteller (Apotheken? Ärzte? Impfzentren? Postalisch?) wurden nicht beantwortet. In den nächsten Tagen könnte sich zumindest klären, wer die Zertifikate ausstellen kann.

Wir haben weitere Quellen recherchiert und konnten über die kassenärztliche Bundesvereinigung herausfinden, dass die Zertifikate in Arztpraxen, durch Betriebsärzte, in Impfzentren oder nachträglich auch in einer Apotheke erstellt werden könnten. Dies gelte auch für bereits einmalig ausgestellte (und verlorene) Zertifikate. Arztpraxen sollen auch Zertifikate ausstellen können, wenn sie nicht selbst den Patienten geimpft haben.

Ab wann können die Saarländerinnen und Saarländer mit einem digitalen Zertifikat rechnen?

Dies ist unklar. Da sich das saarländische Gesundheitsministerium nicht zu einer Stellungnahme hat bewegen lassen, darf darüber nur spekuliert werden. „Die Bundesregierung hat in einer Ausschreibung die PVS-Hersteller aufgefordert, mit dem Software-Update Ende Juni – spätestens jedoch zum 12. Juli – ein entsprechendes Software-Modul bereitzustellen“, so die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Dieses Software-Modul ist notwendig, um die QR-Codes zu generieren.

Am Ende soll es jedoch definitiv zu Beginn der Sommerferien so weit sein. Bis dahin gilt: Geduld haben.

Impfung im Impfzentrum? Sie bekommen Post!

Die Landesregierung des Saarlandes hat vorgesehen, jenen Bürgerinnen und Bürgern, die in landeseigenen Impfzentren geimpft wurden, den QR-Code postalisch zuzusenden. Wann und ob diese Briefe jedoch versendet werden, ist unklar. Hierzu konnte oder wollte uns das Ministerium keine Auskunft geben.

Und zur Not: Das „gelbe Buch“ behält selbstverständlich seine Gültigkeit. Es braucht also nicht zwingend ein digitales Zertifikat – auch wenn es bequemer wäre.

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