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Saarland: Pflegebonus muss beantragt werden

Ab heute können Pflegekräfte in der Altenpflege im Saarland den sogenannten Pflegebonus beim Land beantragen. So sollen Pflegekräfte bis zu 500 Euro erhalten. Der Antrag muss bis 31.07. gestellt werden.

Mit der Sonderzahlung wird der vom Bund beschlossene Bonus von „maximal 1000 Euro“ für Beschäftigte in der ambulanten sowie stationären Altenpflege um „bis zu 500“ Euro aufgestockt.

Abhängig von der Wochenarbeitszeit wird einmalig bis zu 500 Euro ausgezahlt.

Die Unterlagen müssen dem Ministerium bis zum 31.07.2020 vorliegen.

Wie wird die Höhe berechnet?

Bei einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 25 Stunden beträgt der Corona-Pflegebonus 300 Euro. Auszubildende erhalten ebenfalls 300 Euro.

Bei einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden beträgt der Bonus 500 Euro.

Ausgangspunkt für die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit ist die am 1. März 2020 vertraglich festgelegte.

Für Selbstständige gilt die seit dem 1. Januar bis zum 1. März 2020 geleistete durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit. Hierüber ist eine Selbstauskunft abzugeben.

Im Falle von Elternzeit gilt die um die Elternzeit geminderte, vereinbarte regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit.

Berechtige Arbeitsabwesenheiten, wie beispielsweise durch Krankheit, stehen der Gewährung des Pflegebonus nicht entgegen.

Die Richtlinie zum Corona-Pflegebonus sowie alle benötigten Anträge finden Interessierte im Internet unter www.corona.saarland.de/pflegebonus. Das dortige Formular ist an die E-Mail-Adresse pflegebonus@soziales.saarland.de an das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen zu übersenden.

Der Antrag kann auch in Schriftform an das Ministerium gerichtet werden. Bevor eine Entscheidung getroffen werden kann, wird der Anspruch auf die Sonderzahlung vom saarländischen Gesundheitsministerium jeweils im Einzelfall geprüft. Im Falle einer positiven Entscheidung erhält der Antragssteller schnellstmöglich ein Schreiben des Ministeriums.

Verdi kritisiert Umsetzung massiv

Kritik an der Lösung des Saarlandes kommt offenbar vom Pflegebeauftragten von Verdi, Michael Quetting und der Gewerkschaft Verdi. Diese sagte: “Die Landesregierung stockt damit nicht den von der Bundesebene beschlossenen Bonus nicht in dem möglichen umfang auf. Sowohl der Kreis der Berechtigten ist kleiner und die Antragstellung ist peinlich“.

Quetting ergänzt: „Die Art und Weise wie mit den Leistungen der als Systemrelevanten bezeichneten Kolleginnen und Kollegen ist beschämend. Da werden die Beschäftigten in den Krankenhäusern gar nicht berücksichtigt, es erfolgt im Saarland noch nicht einmal die mögliche Aufstockung entsprechend der Vorgaben der Bundesregierung und zu allem Überfluss gibt es eine peinliche Antragsstellung. Dies ist eine Missachtung der Pflegeberufe und all jener, die in diesen Tagen unter dem Einsatz ihrer Gesundheit dieses Land am Laufen gehalten haben.

Verdi fordere umgehend Nachbesserung.



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