Tobias Hans, über dts
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Saarland: Absenkung der Obergrenze für Neuinfektionen

Das Saarland hat die Obergrenze bei regionalen Neuinfektionen verschärft. Der Beschluss wurde im Rahmen der Lockerungen am gestrigen Freitag beschlossen, um einen zweiten, flächendeckenden Lockdown zu verhindern.

Zuvor lag die Obergrenze bei 50 Neuinfektionen in 7 Tagen. Nun liegt sie bei 35.

Von einem „regionalen Lockdown“ befindet sich das Saarland – wie fast alle Bundesländer weit entfernt.

Weit von der Grenze entfernt

Laut Dashboard des Robert Koch Instituts liegen die Landkreise bei deutlich unter 5 Neuinfektionen der letzten sieben Tage:

  • Saarpfalz-Kreis: 0,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage
  • Regionalverband Saarbrücken: 3,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage
  • Landkreis Saarlouis: 3,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage
  • Landkreis Merzig-Wadern: 1,0 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage
  • Landkreis Neunkirchen: 1,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage
  • Landkreis St. Wendel: 1,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage

(Datenstand 30.05.2020, 00:00 Uhr)

Steigt die Anzahl der Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus in einem Landkreis oder im Regionalverband Saarbrücken innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen jetzt auf mehr als 35 (vorher 50) pro 100.000 Einwohner, greifen regional wieder bestimmte Schutzmaßnahmen.

Ministerpräsident Tobias Hans sagte, dass „Zeit und Nachverfolgung von Infektionsketten ganz entscheidende Faktoren seien“.

Man wolle „keinen flächendeckenden zweiten Lockdown riskieren“ und dass die „Kombination aus Nachverfolgung von Infektionsketten, Abstand, Hygiene und Alltagsmasken unser bestes Mittel gegen Corona“ seien.