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Saarländische Industrie verliert an Boden

Die saarländischen Industriebetriebe können sich der Konjunktureintrübung nicht entziehen. Die seit Monaten anhaltende Nachfrageschwäche wirkt sich immer stärker im Verarbeitenden Gewerbe aus.
Statistik Abschwung
Abschwung

Die saarländischen Industriebetriebe können sich der Konjunktureintrübung nicht entziehen. Die seit Monaten anhaltende Nachfrageschwäche wirkt sich immer stärker im Verarbeitenden Gewerbe aus. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes des Saarlandes lagen die Auftragseingänge von Januar bis August 2019 um 8,5 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Umsätze gingen im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent auf 17,8 Mrd. Euro zurück.

Die Flaute hat inzwischen fast alle Industriebranchen erreicht. Deutliche Auftragseinbußen um 16,0 Prozent meldeten die Betriebe der Metallerzeugung und Metallbearbeitung. Die Umsätze verringerten sich dort um 2,1 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen lagen die Bestellungen zwar noch auf Vorjahresniveau, die Erlöse gingen jedoch um 6,6 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zurück.

Die Maschinenbaubetriebe büßten 7,8 Prozent bei den Auftragseingängen ein, ihr Umsatz blieb mit 3,6 Mrd. Euro um 4,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen konnten die um 9,2 Prozent gestiegenen Inlandsbestellungen die Nachfrageausfälle aus dem Ausland nicht kompensieren. Insgesamt lagen die Einbußen bei 8,1 Prozent. Dementsprechend sanken die Umsätze der Autoindustrie um 5,2 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro.

In der Nahrungs- und Futtermittelindustrie lagen die Umsätze mit 880 Mio. Euro um 0,4 Prozent über den Vergleichswerten. In der Gummi- und Kunststoffwarenindustrie wurden 692 Mio. Euro umgesetzt. Dies sind 2,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei den „Herstellern von Glas, Keramik und Verarbeitung von Steinen“ verbesserten sich die Umsätze um 4,2 Prozent auf 204 Mio. Euro.

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