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36 PKW und 13 Krafträder kontrolliert, 13 Mal Betriebserlaubnis erloschen, 11 Fahrzeugen Weiterfahrt untersagt

Polizei kontrolliert „Poser-/Tuningszene“ am GONDWANA – und greift durch

Seit einigen Wochen treffen sich am GONDWANA-Park in Landsweiler-Reden Autotuner und Poser, um mit ihren frisierten fahrenden Untersätzen zu glänzen. Einige schlugen dabei immer wieder über die Stränge – bis hin zu Autorennen. Am Freitag griff die Polizei erstmals durch.

So teilt die Polizei Neunkirchen mit, dass es „in der Vergangenheit (überwiegend in den Abendstunden) auf den Parkplätzen des GONDWANA Parks zu Ansammlungen von Fahrzeugen kam, die aufgrund baulicher Veränderungen eindeutig der „Tuning-Szene“ zuzuordnen waren. Im Rahmen des vorherrschenden „Imponiergehabes“ in der Szene entstanden erhebliche Lärmbelästigungen und Beeinträchtigungen anderer Verkehrsteilnehmer und Anwohner, bis hin zu Geschwindigkeitsverstößen und sogar möglicher verbotener Kraftfahrzeugrennen.

Anlieger klagten immer wieder über extreme Lärmbelästigung durch Musik und Motorengeräusche, „driftende Fahrzeuge“, Autorennen auf den Parkplätzen und im angrenzenden Verkehrsraum, sowie einer Vermüllung des Parkplatzgeländes.

Auch im Friedrichsthaler Ortsteil Bildstock wurden diese Auswirkungen durch Raser spürbar.

Nun kontrollierte die Polizei am Abend des 19.06.2020 in Landsweiler:

Bei der mehrere Stunden andauernden Kontrolle wurden insgesamt 36 PKW sowie 13 Krafträder einer Verkehrskontrolle unterzogen. Hierbei wurde bei insgesamt 13 Fahrzeugen ein Erlöschen der Betriebserlaubnis festgestellt. Die Fahrer erwartet ein Bußgeld von 90 EUR bis 135 EUR. Hiervon wurden zwei Fahrzeuge, zwecks Durchführung eines Gutachtens, sichergestellt. Dadurch kommen weitere erhebliche Kosten auf die Fahrer zu. 11 Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt untersagt.

Außerdem waren zwei Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs, drei Personen standen unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Betäubungsmitteln. Ein kontrollierter PKW war weder zugelassen noch versichert.

Ferner versuchte ein Verkehrsteilnehmer mit seinem Pkw vor der Kontrollmaßnahme zu flüchten. Er und sein Beifahrer konnten nach kurzer Verfolgungsfahrt, und einer anschließenden Verfolgung zu Fuß, von den Beamten gestellt und festgenommen werden. Beide Personen waren bereits erheblich polizeilich in Erscheinung getreten und standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Der Fahrer verfügte nicht über eine gültige Fahrerlaubnis. Der PKW war weder zugelassen, noch versichert. Zudem wurden geringe Mengen Betäubungsmittel, sowie ein Einhandmesser aufgefunden. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.

Ergänzend wurden mobile Geschwindigkeitsmessungen im Umfeld durchgeführt.

Hierbei waren insgesamt 56 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs, die Höchstgeschwindigkeit erreichte ein Fahrer mit 90 km/h bei erlaubten 50 km/h.

Den Fahrer erwartet ein Bußgeld sowie ein Fahrverbot“, heißt es in der Stellungnahme der Polizei weiter.

Und:  Die Polizei weist darauf hin, dass im Laufe des Jahres, weitere Kontrollen dieser Art durchgeführt werden.