Sumpfbeet
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Pflanzen im Mai – ein Überblick

Der Anfang des Wonnemonats Mai fiel in diesem Jahr relativ kalt aus. Vor allem die Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt ließen den Pflanzenwachstum stagnieren oder die jungen Triebe sogar erfrieren.

Auch war durch die niedrigen Temperaturen wenig Insektenflug zu verzeichnen. Doch pünktlich erblühten die Maiglöckchen. Hoffen wir, dass nach den kalten Nächten der letzten Tage, die Eisheiligen moderat ausfallen werden.

Trotz der niedrigen Nachttemperaturen ist der ganze Garten ist in ein sattes Grün getaucht. Es duftet nach Flieder, vor allem in den Morgenstunden. Die Rosen haben auch schon Knospen angesetzt. Quitten-, Pfirsich-, Kirschen- und Apfelbäume blühen.

Die bereits verblühten Narzissen und Tulpen werden von Vergissmeinnicht überdeckt, die den Garten in eine blaue Wolke verwandeln. So können sie versteckt und ungestört ihr Laub in aller Ruhe einziehen, um für die nächste Blüte genug Kraft zu sammeln. Entfernen Sie bitte die Samenansätze, da die Ausreifung der Samen die Pflanze sehr viel Kraft kostet und die Blüte im kommenden Jahr weniger prächtig ausfallen würde.

Akelei schaukeln auf dünnen drahtigen Stielen in allen Variationen. Mit langen und kurzen Spornen, gefüllt und ungefüllt, unifarben oder mit farbig abgesetztem Röckchen. Lässt man zu, dass sie sich über Samen vermehren, werden immer andere Nachkommen dabei entstehen, die auch ihren besonderen Reiz entfalten. Man sollte aber immer wieder bunte Sorten nachsäen, da bei der Selbstaussaat meist blau-lila Varianten entstehen.

Die Schwertlilien oder lateinisch Iris blühen ebenso und ihrer Farbenvielfalt ist fast kein Ende gesetzt. Von hellgelb bis zu dunklem dottergelb, von strahlendem Weiß über hellblau bis hin zu fast schwarzem Lila, uni und zweifarbig, stark duftend bis fast geruchlos. Auch in der Wuchshöhe gibt es große Unterschiede. Von ca. 10 cm bis zu 100 cm Höhe.

Desweiteren gibt es remontierende Sorten, die im Herbst nochmals blühen. Ein Spezialist für Iris ist die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin in Sulzburg-Lauffen, die eine Vielzahl der unterschiedlichsten Irisarten in ihrem Sortiment führt und einen beeindruckenden Katalog mit ca. 250 Abbildungen bereithält.

Pfingstrosen oder mit lateinischer Bezeichnung Paeonien, bereichern mit ihren großen, auffälligen Blüten jeden Garten. Hier unterscheidet man Stauden- und Strauchpfingstrosen.

Die Staudenpaeonien sollten im Herbst ca. 10 cm über dem Boden abgeschnitten und das Laub entfernt werden, um etwaige Krankheitsüberträger zu entfernen. Es gibt unzählige Variationen in vielen Farben, mit Duft und ohne. Die Wuchshöhe beträgt je nach Sorte 50-100 cm. Wichtig bei ihnen ist, dass sie einmal gepflanzt, am selben Standort bleiben sollten, da sie ein Umpflanzen übelnehmen und das mit ein bis zwei Jahre ausbleibender Blüte bestrafen. Es kann auch passieren, dass alte Stöcke, die umgepflanzt und dabei nicht geteilt werden, nie wieder blühen.

Strauchpaeonien, auch Baumpaeonien genannt, gehören zu den schönsten Pflanzen im Garten, wachsen schön kompakt und erreichen je nach Sorte 1,50m bis 1,80m Höhe. Ihr Laub werfen sie sehr spät ab, oder es trocknet nur ein, haftet aber weiterhin an. Es sollte dann unbedingt vollständig entfernt werden, um Krankheitsübertragungen vorzubeugen. Im Frühjahr treiben sie Knospen aus, die zu bis zu 25 cm große und beeindruckende Blüten entwickeln. Auch sie gibt es in vielen unterschiedlichen Farben.

Ebenso zu den Prachtpflanzen im Garten gehören die Azaleen und Rhododendren, die auch halbschattig gepflanzt werden können.

Widmen wir unsere Aufmerksamkeit auch den ‘kleinen’ Stauden, die durch ihren bodendeckenden Wuchs Unkräuter unterdrücken. Beispielsweise das Blaukissen, das dichte Teppiche an Mauern und im Beet bildet. Ursprünglich nur in Blau erhältlich, gibt es mittlerweile rosa und weiße Hybriden.

Weiß strahlt die Schleifenblume, die Grasnelken in Rosa- und Rottönen. Gänsekresse in weiß und rosa.

Die Polsterglockenblumen sind auch kurz vorm Erblühen. Im Teich blühen Fieberklee und Sumpfcalla, die Sumpfschwertlilien habe auch schon Knospen. Das Gartenjahr schöpft aus dem Vollen. Es fehlen nur noch die Rosen.

Der Garten ist jetzt ein Augenschmaus und lädt zum Verweilen ein.

Bildquellen:

  • Schwertlilie: F.M.
  • Zwergschwertlilie: F.M.
  • Akelei: F.M.
  • Maiglöckchen: F.M.
  • Akelei am Teich: F.M.
  • Strauchpaeonien: F.M.
  • Sumpfbeet: F.M.

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