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Salzbrunnenhaus
Salzbrunnenhaus in Sulzbach

Nutzung des Salzbrunnenhauses bis auf weiteres ausgesetzt

Am Donnerstag, 20. Februar, hat die Stadt Sulzbach die Nutzung des Salzrunnenhauses ausgesetzt. Das bedeutet: Bis auf weiteres dürfen dort keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Die Stadt versucht, die geplanten Termine auf andere Orte, wie die Aula mit ihren drei Ebenen, das Salzherrenhaus oder in den Lesesaal der Bibliothek zu verlagern.

Die Stadt versucht, die geplanten Termine auf andere Orte, wie die Aula mit ihren drei Ebenen, das Salzherrenhaus oder in den Lesesaal der Bibliothek zu verlagern. Grund für diese Maßnahme sind Setzungen im alten verfüllten Salzbrunneschacht. Da niemand ausschließen kann, ob das zu einer Gefährdung des Hauses führen kann, wurde die Nutzung aus Sicherheitsgründen ausgesetzt.

Zum Hintergrund: Im Salzbrunnenhaus befindet sich nach Angaben der Stadtverwaltung ein alter Schacht, der alte Salzbrunnen. Er ist rund vier Mal vier Meter groß und mehr als zehn Meter tief. Er wurde vor vielen Jahren verfüllt. Diese Verfüllung bricht immer wieder nach und soll nun dauerhaft gesichert werden.

Ende der 1980er Jahre wurden zur Bestandssicherung des Gebäudes umfangreiche Sanierungsarbeiten ausgeführt. Unter anderem wurde eine neue Zwischendecke eingezogen, und rings um den Brunnenschacht wurden umlaufende Stahlbetonwände mit neuer Fußbodenplatte eingebaut. Zudem wurden Zwischenräume mit Beton verfüllt und der alte historische Schachtkopfausbau aus Eichenholzbohlen wurde erhalten und mit einer neuen Holzkonstruktion gesichert.

Seit 2014 werden die Setzungen der Schachtfüllung an der Oberfläche regelmäßig gemessen. Die Oberfläche ist seither um etwa 20 Zentimeter abgesackt. Im November informierte das Bauamt im Kulturausschuss über erforderliche Sanierungsarbeiten im Brunnen, die nach ursprünglicher Auffassung im September 2020 durchgeführt werden sollten. Ab diesem Zeitpunkt sollte das Haus geschlossen bleiben. Am 7. Januar dieses Jahres wurde das Erdbaulaboratorium Saar mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes und Erkundungsbohrungen beauftragt. Am Donnerstag, 20. Februar, fand die Besprechung mit den Gutachtern statt.

Dabei erklärten diese: „Aus geotechnischer Sicht ist das aktuelle Standsicherheitsrisiko nicht bekannt. Mit den vorliegenden Erkenntnissen lässt sich derzeit nicht verbindlich beurteilen, wie das Bauwerk bei weiter fortschreitendem Absacken der Füllsäule reagiert und ob dann ausreichende Sicherheit bzw. Gebrauchstauglichkeit noch gegeben sind. Bei öffentlicher Nutzung kann somit nach aktueller Sachlage eine Gefährdung nicht gänzlich ausgeschlossen werden.“

Aus diesen Gründen hat sich die Verwaltung entschlossen, ab sofort die Nutzung des Hauses zu untersagen.

Betroffen ist nur das Salzbrunnenhaus. Die Arbeiten zur Erkundung der Ursachen und zur statischen Sicherung des Brunnenschachtes beginnen voraussichtlich im März.

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Bildquellen

  • Salzbrunnen: Regio-Journal / Tobias Altherr