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„New York Times“: Wuhan-Coronavirus erstmals in den USA nachgewiesen

In den Vereinigten Staaten ist der erste Fall einer Person, die sich mit dem neuen Coronavirus 2019-nCoV infiziert hat, bekannt geworden.

In den Vereinigten Staaten ist der erste Fall einer Person, die sich mit dem neuen Coronavirus 2019-nCoV infiziert hat, bekannt geworden. Der Patient, der in der vergangenen Woche aufgrund einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Washington gebracht worden sei, sei vor Kurzem in die zentralchinesische Millionenstadt Wuhan gereist, berichtet die „New York Times“.

Experten hätten den Patienten auf das neue Coronavirus 2019-nCoV getestet. Die Tests seien positiv ausgefallen, berichtet die „New York Times“ weiter. Das neue Virus lässt sich auf einen Fischmarkt in Wuhan zurückführen, ursprünglich muss die Infektion von Tieren auf Menschen erfolgt sein. Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass eine Infektion auch von Mensch zu Mensch erfolgen kann.

In den letzten Tagen wurden in China mindestens zwei Neuinfektionen bei Patienten beobachtet, die sich hunderte Kilometer von Wuhan entfernt befanden. Die Zahl der Infizierten betrage nun etwa 300, teilten chinesische Behörden am Dienstag mit. Bis Montag hatte es drei Todesfälle und 224 Infektionen gegeben. In anderen Ländern wurde bis Montag je eine Infektion in Japan und Südkorea registriert, sowie zwei in Thailand.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will am Mittwoch in ihrem Notfallausschuss beraten, ob der Ausbruch auch international eine Gefahr darstellt. Der Fall erinnert an die Sars-Pandemie in 2002 und 2003. Auch damals breitete sich das Virus von China ausgehend weltweit aus, über 8.000 Menschen erkrankten an der Lungenseuche, fast 800 starben. Auch in Deutschland gab es damals neun Infektionen, aber keine Todesfälle.

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