Im Inneren des Produktionsstandortes Nonnweiler | Foto: Dirk Guldner / Nestlé-Wagner
Im Inneren des Produktionsstandortes für die "Rustipani" | Foto: Dirk Guldner / Nestlé-Wagner

Nestlé-Wagner investiert 15 Millionen Euro in Standort Nonnweiler

Am Produktionsstandort Nonnweiler entsteht für rund 15 Millionen Euro eine neue Produktionslinie für Tiefkühlsnacks. Durch den Umzug der Steinofen-Pizza-Produkte für den Italienischen Markt wurden die Kapazitäten für die neue Produktionslinie frei.

Thomas Göbel, Vorsitzender der Geschäftsführung sieht in der Investition das Große Vertrauen in den Standort Nonnweiler gestärkt:

„Über die Investition für dieses Projekt freuen wir uns sehr. Denn sie beweist sehr großes Vertrauen in das gesamte Wagner Team und bestätigt erneut, dass unser Standort im saarländischen Nonnweiler auch langfristig ein wichtiges Zugpferd für Nestlé in der Kategorie Pizza und Snacks ist.“

Die neue Produktionslinie soll bis Herbst 2019 in Betrieb genommen werden. In Nonnweiler wurden bisher unter Anderem „Steinofen-Pizza“-Produkte für den italienischen Markt produziert. Diese Produktionslinie wurde in das italienische Nestlé-Werk in Benevento umgezogen, um kürzere Lieferwege für den italienischen Markt zu schaffen. Gleichzeitig entstand die freie Kapazität für die nun geplante Tiefkühl-Snack-Produktionslinie. Zukünftig werden Snacks wie das „Rustipani“ oder die „Steinofen BäckerKruste“ in Nonnweiler für den deutschen Markt sowie das europäische Ausland produziert.

Durch die neue Linie bleiben die Arbeitsplätze in Nonnweiler stabil bei rund 1900 Mitarbeiter. Diese produzieren täglich rund eine Million Tiefkühl-Pizzen und -Snacks.

Werksschließungen außerhalb des Saarlandes

Gleichzeitig plant Nestlé den Abbau von hunderten Stellen in Deutschland. Das Werk in Mainz wurde Ende 2017 geschlossen und die Werke in Ludwigsburg und Weiding sollen aufgrund nicht vorhandener Auslastung geschlossen werden.

Die Gewerkschaft „Nahrung Genuss Gaststätten“, kurz NGG sagt, dass dieser Spardruck durch den neuen Investor mit seiner Maßgabe, eine Rendite von 18,5% zu erwirtschaften, entstanden ist.

Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG-Saar:

„Wer mit Lebensmitteln Renditen von 18,5 % erwirtschaften will und dafür Existenzen und Arbeitsplätze vernichtet, handelt unmoralisch. Dem stellen wir uns entgegen. Denn jedes Werk kann das nächste sein. Wenn wir bei Nestlé Wagner nicht unlängst gestreikt hätten, hätten wir unser gutes Tarifergebnis nicht erreicht. Nach uns kam kein Tarifergebnis mehr zu Stande.“

Bildquellen:

  • Eine Wagner Pizza: Nestlé-Wagner
  • Nestlé Wagner in Nonnweiler: Nestlé-Wagner
  • Produktionsstraße Rustipani: Dirk Guldner / Nestlé-Wagner

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