ZEW-Konjunkturerwartungen lassen nach


ZEW-Konjunkturerwartungen lassen nach

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Juni verringert: Der entsprechende Index sank von 84,4 Zählern im Mai auf nun 79,8 Punkte um 4,6 Zähler.

Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage für Deutschland verbesserte sich um 31,0 Punkte gegenüber dem Vormonat.

Der Lageindikator beträgt im Juni nun -9,1 Punkte. Der Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hat sich damit sehr deutlich verbessert. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone gehen im sechsten Monat des Jahres hingegen nach unten. Sie liegen aktuell bei 81,3 Punkten, 2,7 Punkte unter dem Wert des Vormonats. Der neue Wert des Lageindikators beträgt -24,4 Punkte. Dies sind 27,0 Punkte mehr als im April. Die Inflationserwartungen für das Eurogebiet steigen um 2,0 Punkte auf einen neuen Wert von 79,6 Punkten. Fast 84 Prozent der Experten rechnen auf Sicht der nächsten sechs Monate mit einem weiteren Anstieg der Inflation im Eurogebiet. „Die wirtschaftliche Erholung schreitet voran“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach zu den Ergebnissen. „Die ZEW-Konjunkturerwartungen sinken zwar im Juni, befinden sich aber auf einem sehr hohen Niveau. Der Rückgang der Erwartungen dürfte größtenteils auf die erheblich bessere Beurteilung der Wirtschaftslage zurückzuführen sein, die inzwischen auf Vorkrisenniveau gestiegen ist.“ Die Finanzmarktexperten gingen für das nächste halbe Jahr daher weiterhin von einer kräftigen Konjunkturerholung aus, so Wambach.





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