Zahl der Bußgelder wegen Datenschutz-Verstößen auf Rekordhoch

Im vergangenen Jahr sind so viele Bußgelder wie noch nie wegen Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verhängt worden.

Das zeigt eine Umfrage des „Handelsblatts“ unter den Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder. Demnach wurden 2021 insgesamt 397 Bußen ausgesprochen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es 301 Bußgelder. Das entspricht einem Anstieg um rund 30 Prozent. Insgesamt beläuft sich die Summe der verhängten Bußgelder auf rund 2,4 Millionen Euro. Das ist erheblich weniger als im Jahr zuvor, als etwa 48 Millionen Euro verhängt wurden. Die meisten Geldstrafen wegen Datenschutz-Verstößen verhängte die Behörde in Thüringen. Hier gab es 67 Bußgeld-Entscheidungen. Dahinter folgen Berlin mit 61, Nordrhein-Westfalen (57), Niedersachsen (42), Sachsen (38), Brandenburg (23), Hamburg (18), Hessen und das Saarland mit jeweils 16 Bußgeldern, Sachsen-Anhalt (15), Baden-Württemberg (14), Bayern (11), Rheinland-Pfalz (10) Bremen (5) und Schleswig-Holstein (4). Die Behörde in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber haben im vergangenen Jahr keine DSGVO-Bußgelder verhängt. Das höchste Bußgeld mit gut 900.000 Euro wurde von der Hamburger Datenschutzbehörde gegen ein Versorgungsunternehmen erlassen. Erhöht hat sich auch die Anzahl der Datenpannen. Insgesamt registrierten die Behörden des Bundes und der Länder im vergangenen Jahr 27.735 Pannen. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 waren es 26.260 solcher Vorkommnisse.

Beim Bundesdatenschützer Kelber gingen allein 10.157 Meldungen ein. In den Ländern liegt Baden-Württemberg mit 3.136 gemeldeten Datenpannen an der Spitze, gefolgt von Bayern (2.470) und Hessen (2.016).

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