Verbraucherpreise im Dezember um 0,3 Prozent gesunken

Silikon in einem Baumarkt, über dts
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Dezember 2020 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.

Im Vergleich zum November stiegen die Verbraucherpreise im letzten Monat des Jahres um 0,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Vor allem die Senkung der Mehrwertsteuer zum 1. Juli dämpfte weiterhin die Preisentwicklung.

Verantwortlich für die niedrige Inflationsrate waren auch die Preise für Energieprodukte, die 6,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Binnen Jahresfrist verbilligten sich vor allem leichtes Heizöl (-23,5 Prozent) und Kraftstoffe (-10,4 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Dezember 2020 bei +0,4 Prozent und damit über der Null-Marke gelegen. Dem Preisrückgang bei Energie stand ein leichter Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+0,5 Prozent) gegenüber. Dieser hat sich zum Jahresende deutlich abgeschwächt (November 2020: +1,4 Prozent). Teurer wurde insbesondere Obst (+3,2 Prozent). Waren insgesamt verbilligten sich im Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent. Günstiger wurden für die Verbraucher vor allem Bekleidung und Schuhe (-5,4 Prozent). Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich hingegen im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent. Darunter verteuerten sich neben den Nettokaltmieten (+1,2 Prozent) auch einige Dienstleistungen stärker (zum Beispiel Dienstleistungen sozialer Einrichtungen: +5,4 Prozent; Wartung und Reparatur von Fahrzeugen: +2,0 Prozent). Verbraucherfreundlich war hingegen die Preisentwicklung bei der Telekommunikation (-3,3 Prozent).

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