Studie: Pandemie lässt Wirtschaft bei Homeoffice umdenken

Die Corona-Pandemie hat in der Wirtschaft beim Thema Homeoffice offenbar einen Bewusstseinswandel angestoßen.

Das geht aus einer Prognos-Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hervor, über die das ARD-Hauptstadtstudio berichtet. Viele Unternehmen sehen die zunächst aus der Not geborenen Lösungen für flexible Arbeitszeiten und Arbeiten zu Hause demnach als gute Entscheidung an.

88 Prozent der Unternehmen sind zufrieden mit ihrer Entscheidung, mehr zu tun für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Fast zwei Drittel (65 Prozent) wollen die Maßnahmen nach dem Ende der Coronakrise zumindest zum Teil beibehalten. Das könnte dafür sprechen, dass flexiblere Modelle für Arbeitszeiten und Arbeitsort kein Strohfeuer bleiben. Gerade die Dienstleistungsbranche zeigt sich der Studie zufolge als Vorreiter, schwerer tun sich demnach Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und in der Baubranche.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht will, dass es mit den Erfahrungen aus der Krise bei der Modernisierung der Arbeitswelt weiter vorwärts geht. Man dürfe nicht in alte Muster zurückfallen, sagte Lambrecht der ARD. Es liege auch im wirtschaftlichen Interesse der Unternehmen, dass arbeitende Eltern Arbeit und Familie besser miteinander vereinbaren können. Eine wesentliche Erkenntnis der Prognos-Studie ist, dass der Erfolg von einer guten Kommunikation abhängt. Es geht demnach meist darum, individuelle Lösungen zu finden, und nicht eine allgemeine, starre Regel für alle.

Laut Studie haben viele Mütter und Väter mit Kindern unter 15 Jahren das Gespräch mit Vorgesetzten gesucht. 81 Prozent gaben an, dass ihnen weitergeholfen wurde. 30 Prozent sind der Meinung, durch Corona habe sich in ihrem Betrieb jetzt insgesamt die Möglichkeit verbessert, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.





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